KI-Agenten, Chatbots

KI-Agenten verdrängen Chatbots als digitale Arbeitshelfer

28.12.2025 - 12:30:12

KI-Tools entwickeln sich von simplen Textgeneratoren zu aktiven Assistenten, die Informationen eigenständig suchen, verknüpfen und exportieren. Die jüngsten Updates von Zoom, OpenAI und Google markieren einen Wendepunkt.

Zoom stellt mit seiner KI Companion 3.0 die Weichen für eine Zukunft jenseits des Meeting-Raums. Seit dem 27. Dezember ist die neue, eigenständige Web-Oberfläche unter ai.zoom.us verfügbar. Sie agiert nicht mehr nur innerhalb von Besprechungen, sondern als permanenter Produktivitäts-Hub. Der Clou: Das System sucht selbstständig in Drittanwendungen wie Google Drive, Microsoft OneDrive und Gmail nach Informationen – ohne manuelles Zutun des Nutzers.

Besonders im Fokus stehen die Export-Funktionen. Das Tool kann nun verstreute Meeting-Protokolle und Notizen automatisch in strukturierte Dokumente umwandeln. Diese lassen sich in Formaten wie Markdown, PDF oder Microsoft Word exportieren. Damit adressiert Zoom ein zentrales Problem: Bislang mussten Nutzer KI-generierte Zusammenfassungen mühsam in ihre Arbeitswerkzeuge kopieren. Zoom positioniert sich so als Betriebssystem für die Arbeit, nicht nur als Kommunikations-Tool.

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ChatGPT-App-Verzeichnis stößt an Grenzen

OpenAI treibt mit seinem neuen ChatGPT App Directory die Integration voran. Die Plattform, die am 18. Dezember den alten „GPT Store“ ablöste, ermöglicht tiefere Verbindungen zu Diensten wie Spotify, Canva und Expedia. Nutzer können so Flüge suchen oder Designs erstellen, ohne den Chat zu verlassen.

Doch in den letzten Tagen mehrt sich Kritik an der Daten-Transparenz. In Tech-Foren fordern Power-User präzisere Zeitstempel für Nachrichten und bessere Export-Optionen. Aktuell gruppiert das System Unterhaltungen oft nur unter vagen Überschriften wie „Heute“ oder „Diese Woche“. Für professionelles Projektmanagement ist das kaum geeignet. Trotzdem zeigt das Feature „Dein Jahr mit ChatGPT“, wie persönliche Nutzungsdaten neue Erkenntnisse liefern können.

Google setzt auf akustische Entdeckung und den Browser der Zukunft

Google kontert mit zwei experimentellen Ansätzen. Für sein Forschungs-Tool NotebookLM plant das Unternehmen einen „Vortrags“-Modus. Dieser soll statische Dokumente in lange Audio-Erklärungen verwandeln. Nutzer könnten so ihre eigenen Forschungsbibliotheken beim Zuhören entdecken – ein Angebot für den „augenfreien“ Arbeitsmarkt.

Weiter diskutiert wird Google Disco, ein KI-gesteuerter Browser, der seit dem 11. Dezember auf einer Warteliste für macOS-Nutzer steht. Statt klassischer Suchergebnisse generiert Disco dynamische Mini-Apps. Eine Urlaubsrecherche würde nicht nur Links liefern, sondern eine eigene Oberfläche mit Flugoptionen, Hotelbewertungen und Reiseplanung kombinieren. Die Vision: Das Web in eine programmierbare Datenbank zu verwandeln.

Die Grenzen zwischen Apps verschwimmen

Die Entwicklungen der letzten Dezembertage zeigen ein klares Muster: Die Grenzen zwischen Kommunikations-Apps, Kreativ-Assistenten und Browsern lösen sich auf. Jede Plattform will zur primären Schnittstelle werden, in der Arbeit nicht nur besprochen, sondern ausgeführt wird.

Zooms „föderierter“ Ansatz – die Nutzung des jeweils besten KI-Modells für die Aufgabe – könnte zum Standard werden. Das würde die frühe Abhängigkeit von einzelnen Anbietern reduzieren. Gleichzeitig zeigt der Nutzerprotest bei ChatGPT: Je wichtiger diese Tools werden, desto mehr fordern Profis unternehmensgerechte Datenkontrolle und präzise Exporte.

Der nächste Wettbewerbsvorteil im ersten Quartal 2026 könnte Interoperabilität sein. Die Frage wird sein, ob ein Zoom-Agent eine Aufgabe nahtlos an eine ChatGPT-App übergeben kann oder ein Google-Disco-Tab direkt in einen Microsoft-Workflow exportiert. Eines ist sicher: Die Ära des passiven Chatbots geht zu Ende. Aktive, entdeckungsfreudige und exportstarke KI-Agenten übernehmen das Ruder.

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