Apple, Konkurrenz

iOS 26.2: Apple öffnet iPhone-Taste für Konkurrenz

29.11.2025 - 16:11:12

Das Dezember-Update ermöglicht erstmals externe Sprachassistenten auf der iPhone-Taste und bringt verbesserte Liquid-Glass-Optionen sowie Live-Übersetzung für Europa.

Berlin – Apple bricht mit einer jahrelangen Tradition: Die Seitentaste des iPhones, bislang exklusiv Siri vorbehalten, soll künftig auch Konkurrenz-Assistenten aktivieren können. Die für Mitte Dezember erwartete iOS 26.2-Aktualisierung markiert einen Wendepunkt in Apples „Walled Garden”-Philosophie – und könnte deutschen Nutzern schon bald deutlich mehr Wahlfreiheit bescheren.

Wer den Druck hinter diesem Schritt verstehen will, muss nach Brüssel blicken: Der Digital Markets Act (DMA) der EU zwingt Tech-Riesen zur Öffnung ihrer Ökosysteme. Was Apple zunächst nur für Japan ankündigt, dürfte als Blaupause für Europa dienen. Die Botschaft ist klar: Das iPhone wird zum Spielfeld für ChatGPT, Google Gemini und andere Assistenten.

Konkurrenz auf Knopfdruck

Wie Forbes am 26. November berichtete, enthält die aktuelle Beta-Version ein Entwickler-Framework, das erstmals Drittanbieter-Assistenten den Zugriff auf die Hardware-Taste ermöglicht. Bloomberg-Analyst Mark Gurman bringt es auf den Punkt: „Unter Druck der Regulierer öffnet Apple diese Taste nun für externe Sprachassistenten.”

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Für deutsche iPhone-Besitzer könnte das bedeuten: Ein langer Druck – und schon startet nicht mehr Siri, sondern der bevorzugte KI-Konkurrent. Zunächst bleibt die Funktion auf Japan beschränkt, doch Branchenkenner sehen darin den Präzedenzfall für die EU. Wann genau die Freischaltung hierzulande erfolgt? Dazu schweigt Apple bislang.

Launch-Termin steht fest

Die Veröffentlichung von iOS 26.2 ist für den Zeitraum zwischen 9. und 16. Dezember geplant. Das bestätigen übereinstimmend MacRumors und 9to5Mac unter Berufung auf Apples typische Update-Rhythmen. Ziel: Die Software soll vor der Weihnachtspause stabil laufen.

Im Mittelpunkt steht diesmal die Nachbesserung der „Liquid Glass”-Oberfläche, jenes umstrittenen Design-Konzepts aus transparenten UI-Elementen, das Apple im September mit iOS 26 eingeführt hatte. Viele Nutzer klagten über schlechte Lesbarkeit – Apple reagiert nun mit Feintuning.

Endlich Durchblick beim „flüssigen Glas”

Die neue Version bringt präzisere Kontrolle: Ein Schieberegler für die Sperrbildschirm-Uhr erlaubt die stufenlose Anpassung der Transparenz von „Klar” bis „Fest”. Das ergänzt den bereits mit iOS 26.1 eilig nachgeschobenen Umschalter zwischen „Getönt” und „Klar”.

Stuff-Magazin fasste am 25. November zusammen: „Es gibt weiterhin die Option ‚Fest’ für vollständig undurchsichtige Darstellung, und alle Farbvarianten bleiben erhalten.” Apple scheint verstanden zu haben: Optik ist Geschmackssache – Wahlfreiheit ein Muss.

Live-Übersetzung kommt nach Europa

Deutsche AirPods-Nutzer dürfen aufatmen: Die Live-Übersetzung erreicht endlich die EU. Während US- und UK-Kunden das Feature bereits seit September nutzen, blockierten regulatorische Hürden den Start in Europa.

Mit iOS 26.2 funktioniert die Echtzeit-Übersetzung auf AirPods Pro 2, AirPods Pro 3 und den neuen AirPods 4 (mit aktiver Geräuschunterdrückung) nun auch hierzulande. Unterstützt werden unter anderem Deutsch, Italienisch, Japanisch, Koreanisch sowie Chinesisch. Perfektes Timing für die Weihnachtsreisezeit: Gespräche lassen sich übersetzen, ohne aufs iPhone-Display schauen zu müssen.

Sicherheit und intelligente Erinnerungen

Zwei weitere Neuerungen verdienen Beachtung: Der Einmal-Code für AirDrop ermöglicht das Teilen von Dateien mit Unbekannten, ohne das Gerät zehn Minuten lang für „Jeden” freizugeben – ein lange überfälliger Sicherheitsgewinn.

Zudem führt die Erinnerungen-App „Dringende” Alarme mit blauer Kennzeichnung ein. Die Unterscheidung von Prioritäten soll verhindern, dass wichtige Aufgaben in der Benachrichtigungsflut untergehen – ein Problem, über das Nutzer seit dem iOS-26-Start im September klagten.

Aggressive Update-Strategie

Von iOS 26.1 Anfang November bis zu 26.2 im Dezember: Apple fährt dieses Jahr einen ungewöhnlich straffen Aktualisierungs-Takt. Der Grund: Die gemischte Resonanz auf das „Liquid Glass”-Redesign zwang das Unternehmen zum Nachsteuern.

Ein Blick in die Zukunft zeigt: Das ist erst der Anfang. Für iOS 27 (Codename „Tahoe”) kursieren bereits Gerüchte über eine „neu architekturierte Siri”, angetrieben vom KI-Modell „Veritas”. Laut Gadgets360 soll diese nächste Generation Ende 2026 erscheinen und endlich mit fortgeschrittenen Sprachmodellen mithalten können. Vielleicht wird die Frage, welcher Assistent die Seitentaste belegt, dann ohnehin obsolet – wenn Siri tatsächlich aufholen kann.

Was deutsche Nutzer jetzt tun sollten

Ab der zweiten Dezemberwoche lohnt sich der Blick in die Einstellungen: Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate. Dort erscheint iOS 26.2 mit den EU-spezifischen AirPods-Funktionen und den überarbeiteten Liquid-Glass-Optionen.

Ob Apple die Seitentasten-Öffnung zeitnah auch für Europa freigibt? Das bleibt abzuwarten. Sicher ist: Der Konzern bewegt sich – wenn auch unter Zwang. Der DMA zeigt Wirkung.

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