eSIM-Übertragung: Apple und Google kämpfen mit Netzbetreibern
03.01.2026 - 04:01:12Ein Software-Update von Apple soll die oft holprige Übertragung von Android auf iPhone verbessern, während viele Mobilfunkanbieter die flächendeckende Umsetzung noch bremsen.
Der Wechsel zwischen iPhone und Android per eSIM bleibt 2026 ein Flickenteppich. Trotz technischer Reife der Betriebssysteme bremsen viele Mobilfunkanbieter die nahtlose Übertragung aus. Ein Software-Update von Apple soll nun Abhilfe schaffen.
iOS 26.3 soll Übertragungs-Probleme glätten
Apple will noch im Januar ein wichtiges Update für seine iPhones ausliefern. iOS 26.3 soll nach Branchenbeobachtungen vor allem Stabilitätsverbesserungen für die eSIM-Übertragung von Android-Geräten bringen. Das berichtete Forbes zu Jahresbeginn. Der Update-Zeitpunkt folgt einem bekannten Muster des Konzerns: Nach den weihnachtlichen Geräteaktivierungen werden in der „.3“-Version typischerweise Fehler behoben und Verbindungen optimiert.
Die Funktion „Übertragung von Android“ ist zwar seit iOS 26 grundsätzlich verfügbar. Nutzerberichte der letzten Wochen zeigten jedoch, dass die Praxis oft holprig verläuft. Apples Update könnte hier für mehr Zuverlässigkeit sorgen.
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Deutsche Telekom als Vorreiter, viele Anbieter als Bremser
Die Technologie für den direkten Wechsel ist eigentlich da. Als erster europäischer Netzbetreiber hatte Deutsche Telekom den Service bereits am 7. Oktober 2025 gestartet. Er basiert auf dem internationalen GSMA TS.43-Standard, der eine sichere Übertragung zwischen den Systemen ermöglicht. Der Nutzer scannt einfach einen QR-Code vom alten Gerät mit dem neuen.
Doch die flächendeckende Umsetzung stockt. Während Telekom-Kunden den Wechsel oft als reibungslos beschreiben, berichten Nutzer von Discount-Anbietern wie Lyca Mobile von Fehlermeldungen und nötigem Support-Einsatz. Das Problem liegt nicht bei Apple oder Google, sondern in der Backend-Infrastruktur der Mobilfunkanbieter. Viele virtuelle Netze (MVNOs) haben den notwendigen Standard noch nicht implementiert.
Was Nutzer wissen müssen
Die technischen Voraussetzungen sind klar: Auf der Android-Seite wird mindestens Android 16 benötigt, auf iPhone-Seite ein iPhone 11 oder neuer mit iOS 26. Die Funktion ist in den Einstellungen des iPhones sichtbar, funktioniert aber nur, wenn der eigene Mobilfunkanbieter sie auch unterstützt.
Die Situation erinnert an die Einführung von 5G: Die Hardware ist oft schneller bereit als die Netze. Regulierungsbehörden in der EU könnten daher noch 2026 Druck auf säumige Anbieter ausüben, um die Verbraucherfreundlichkeit zu erhöhen. Bis dahin gilt der Rat: Vor dem Gerätewechsel direkt beim eigenen Anbieter nachfragen, ob der eSIM-Soforttransfer unterstützt wird.


