Boeing, Aktie

Boeing Aktie: Großaufträge stabilisieren

05.02.2026 - 19:54:31

Boeing verbucht bedeutende Bestellungen für Passagierjets und einen Rüstungsauftrag, während gleichzeitig Stellen im Defense-Bereich abgebaut werden, um die Margen zu verbessern.

Boeing hat in dieser Woche eine Reihe bedeutender Aufträge verbucht – sowohl im zivilen als auch im militärischen Bereich. Die Aktie reagierte mit einem Plus von rund 1,2 Prozent und stabilisierte sich bei 236 Dollar, nachdem sie in der Vorwoche noch fast 6 Prozent verloren hatte. Gleichzeitig baut der Konzern im Rüstungsbereich Stellen ab, um die Margen zu verbessern.

Neue Verträge aus Asien und Südkorea

Während der Singapore Airshow sicherte sich Boeing wichtige Zusagen. Singapore Airlines Group unterzeichnete den bislang größten Vertrag für Fahrwerks-Services des Herstellers – über 75 Flugzeuge der Typen 737 MAX und 787 Dreamliner sind abgedeckt. Air Cambodia bestellte erstmals bei Boeing und entschied sich für bis zu 20 Maschinen vom Typ 737 MAX. Air India stockte seine Flotte um 30 weitere 737 MAX auf und bestätigte damit das wachsende Vertrauen in den US-Konzern auf dem indischen Markt.

Im Rüstungsgeschäft kam ein Auftrag über 2,8 Milliarden Dollar aus Südkorea hinzu. Boeing wird die F-15-Flotte des Landes modernisieren – ein mehrjähriges Programm, das den Auftragsbestand trotz schwieriger Rahmenbedingungen im Defense-Segment stärkt.

Stellenabbau und Produktionsausblick

Parallel zu den Auftragserfolgen reduziert Boeing seine Lieferketten-Organisation im Rüstungsbereich um rund 300 Stellen. Die Maßnahme ist Teil einer Kostensenkungsstrategie, mit der der Konzern seine Margen bei Festpreisverträgen verbessern will.

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Für Februar rechnet das Management mit einem leichten Rückgang der Auslieferungen im Vergleich zum Januar, als 45 Maschinen an Kunden übergeben wurden. Die Jahresprognose für steigende Produktionsraten bleibt jedoch bestehen. Im April 2026 soll zudem der erste Produktionsflug der 777X stattfinden – ein entscheidender Meilenstein für das Langstreckenprogramm.

Ausblick bleibt zweischneidig

Die jüngsten Vertragsabschlüsse liefern positive Impulse, doch Anleger beobachten weiterhin kritisch, ob Boeing die Aufträge termingerecht abarbeiten kann. Lieferkettenprobleme und Bestandsmanagement hatten zuletzt für Volatilität gesorgt. Die Frage ist nun, ob die operative Umsetzung mit dem Auftragswachstum Schritt hält.

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