Boeing Aktie: Befreiungsschlag!
27.11.2025 - 10:50:31Boeing sichert sich Rüstungsaufträge über 7,1 Milliarden Dollar und verkauft Jeppesen für 10,55 Milliarden. Die Finanzspritze soll Schuldenabbau ermöglichen und die Talfahrt der Aktie stoppen.
Der angeschlagene Luftfahrtriese kommt einfach nicht zur Ruhe – zuletzt sorgten operative Probleme und trübe Aussichten für Frust bei den Anlegern. Doch nun meldet sich der Konzern eindrucksvoll zurück: Eine Flut neuer Milliardenaufträge aus dem Verteidigungssektor und ein massiver strategischer Verkauf spülen dringend benötigtes Kapital in die Kassen. Reicht dieser finanzielle Kraftakt aus, um die jüngste Talfahrt endlich zu stoppen und das Vertrauen der Wall Street zurückzugewinnen?
Milliarden-Regen aus dem Pentagon
Verantwortlich für die aktuelle Stabilisierung ist vor allem ein massiver Vertrauensbeweis der US-Regierung. Innerhalb von nur zwei Tagen sicherte sich das Unternehmen zwei Großaufträge des Verteidigungsministeriums mit einem Gesamtvolumen von über 7,1 Milliarden US-Dollar. Den Löwenanteil macht dabei ein Vertrag über 4,68 Milliarden Dollar für AH-64E Apache Kampfhubschrauber aus, der die Produktion in Arizona bis ins Jahr 2032 sichert und auch Lieferungen an internationale Partner wie Polen und Ägypten umfasst.
Ergänzend dazu bestellte die US Air Force weitere 15 Tankflugzeuge des Typs KC-46A Pegasus im Wert von 2,47 Milliarden Dollar. Für Anleger ist dies ein klares Signal: Trotz aller zivilen Turbulenzen bleibt die Rüstungssparte eine verlässliche Einnahmequelle, die langfristige Planungssicherheit bietet.
Dringend benötigte Finanzspritze
Parallel zu den operativen Erfolgen meldet das Management auch bei der Sanierung der Bilanz Vollzug. Der Verkauf der Navigationssparte Jeppesen an die Software-Investmentfirma Thoma Bravo wurde nun final abgeschlossen. Dieser Deal spült beachtliche 10,55 Milliarden Dollar in die Kassen des Konzerns.
Für CEO Kelly Ortberg ist dieser Schritt essenziell. Die Erlöse dienen primär dem Schuldenabbau, um das wichtige “Investment-Grade”-Rating zu verteidigen. Gleichzeitig ermöglicht die Trennung vom Digitalgeschäft eine stärkere Fokussierung auf die Kernkompetenzen in der Fertigung und im Ingenieurwesen – Bereiche, in denen zuletzt die größten Probleme lagen.
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Lichtblick trotz Schattenseiten
Diese positiven Nachrichten kommen zur richtigen Zeit, denn der Titel steht unter erheblichem Druck. In den letzten 30 Tagen verlor die Aktie fast 16 Prozent an Wert, belastet durch Sorgen um die Profitabilität und operative Hürden.
Zudem gab es erst Anfang der Woche einen Dämpfer in der Raumfahrtsparte, als die NASA das Budget für den Starliner-Vertrag kürzte. Die jetzigen Milliarden aus dem Rüstungsgeschäft und dem Jeppesen-Verkauf dienen als wichtiges Gegengewicht zu diesen Rückschlägen und könnten den ersehnten Boden im Kursverlauf bilden.
Nun richten sich alle Augen auf die kommenden Quartalszahlen. Investoren wollen sehen, ob der Kapitalzufluss nachhaltig genutzt wird, um die Wende einzuleiten, oder ob es sich nur um ein kurzes Strohfeuer handelt.
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