Apple, Google

Apple und Google öffnen App-Stores unter britischem Druck

10.02.2026 - 16:44:12

Die Tech-Konzerne Apple und Google verpflichten sich gegenüber der britischen Wettbewerbsbehörde zu mehr Transparenz und Fairness in ihren App-Märkten. Die neuen Regeln sollen im April 2026 in Kraft treten.

Die Tech-Giganten Apple und Google beugen sich der britischen Wettbewerbsbehörde. Sie verpflichten sich zu mehr Fairness und Transparenz in ihren App-Stores – ein erster Erfolg der verschärften Aufsicht.

Diese Zusagen sind die direkte Folge eines neuen Gesetzes. Im Oktober 2025 stufte die britische Competition and Markets Authority (CMA) beide Unternehmen als Akteure mit „strategischem Marktstatus“ ein. Damit unterliegen sie strengeren Regeln. Die nun vereinbarten Maßnahmen sollen Tausenden britischen Entwicklern zugutekommen, deren Geschäft von den mobilen Plattformen abhängt.

Faire Regeln für App-Entwickler im Fokus

Im Kern der Einigung steht eine grundlegende Überarbeitung der App-Review-Prozesse. Apple und Google versprechen, ihre Richtlinien künftig „fair, objektiv und transparent“ anzuwenden. Das bedeutet: Apps von Drittanbietern sollen nicht mehr benachteiligt werden – auch nicht, wenn sie mit eigenen Diensten der Tech-Konzerne konkurrieren.

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Diese Gleichbehandlung gilt auch für die Algorithmen, die über die Sichtbarkeit in den Suchergebnissen entscheiden. Zusätzlich sichern beide Unternehmen zu, sensible Entwicklerdaten besser zu schützen und nicht für eigene Wettbewerbsvorteile zu nutzen. Die CMA wird die Einhaltung streng überwachen und regelmäßige Berichte einfordern.

Apple lockert den Zugang zum iOS-System

Ein besonderer Durchbruch sind Apples Zugeständnisse zur Interoperabilität. Das Unternehmen richtet einen klaren Prozess ein, über den britische Entwickler Zugang zu wichtigen Schnittstellen von iOS und iPadOS beantragen können. Diese Anträge sollen fair geprüft werden.

Davon könnten etwa digitale Geldbörsen oder Übersetzungsdienste profitieren. Bisher war der erschwerte Zugang zu Systemfunktionen eine der größten Hürden für echte Konkurrenz zu Apples eigenen Apps. Für den starken britischen Fintech-Sektor eröffnen sich damit neue Chancen.

Ein globaler Trend setzt sich fort

Die britischen Maßnahmen spiegeln einen weltweiten Regulierungstrend wider. Sie ähneln in ihrer Zielsetzung dem Digital Markets Act (DMA) der Europäischen Union. Dass sich Apple und Google auf überwachbare Zusagen einlassen, zeigt den wachsenden Druck von Aufsichtsbehörden.

Kritiker bemängeln jedoch, dass die Vereinbarungen nicht rechtlich bindend sind. Zentrale Streitpunkte wie die Höhe der App-Store-Provisionen oder die Zulassung alternativer Stores bleiben vorerst unangetastet.

Was kommt als Nächstes?

Die CMA betont, dass dies nur erste Schritte sind. Eine öffentliche Konsultation läuft bis zum 3. März 2026. Sofern keine wesentlichen Einwände kommen, sollen die neuen Regeln am 1. April 2026 in Kraft treten.

Sollten sich die Unternehmen nicht an ihre Zusagen halten, droht die Behörde mit rechtlich bindenden Vorschriften. Der Fokus könnte sich dann auf weitere Bereiche wie digitale Identitäten oder Zahlungsdienste richten. Die Entwicklung in Großbritannien wird international genau beobachtet – als Testfall für die Wirksamkeit nationaler Digitalregulierung.

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