Apple investiert angeblich in Intel – Trump sorgt für Spekulationen
14.01.2026 - 21:33:12Präsident Trump behauptet, Apple gehöre zu den Großinvestoren des Chip-Herstellers Intel. Eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Washington D.C. – Hat sich Apple tatsächlich mit einer direkten Finanzspritze an Intel beteiligt? Diese Frage elektrisiert die Tech-Branche, nachdem US-Präsident Donald Trump eine entsprechende Investierung des iPhone-Konzerns behauptete. Sollte sich die Aussage bewahrheiten, wäre dies ein strategischer Paukenschlag für die amerikanische Halbleiterindustrie und ein Wendepunkt in den Beziehungen der einstigen Rivalen.
Bei einer Pressekonferenz auf der Joint Base Andrews am Dienstag brachte Trump die Sache ins Spiel. Auf Nachfrage zu weiteren Bundesmitteln für Intel erklärte er, dass „andere große Technologieunternehmen“ dem Beispiel der Regierung gefolgt seien. „Sobald die Regierung investierte, stiegen auch Apple und Nvidia ein“, so der Präsident.
Der Hintergrund: Die US-Regierung hatte im August 2025 für 8,9 Milliarden Dollar eine 10-Prozent-Beteiligung an Intel erworben. Diese Investition im Rahmen des CHIPS and Science Act machte den Staat zum größten Einzelaktionär des Unternehmens. Das Ziel ist klar: Die heimische Chip-Produktion stärken und die Abhängigkeit von asiatischen Herstellern wie TSMC verringern. Trumps Äußerung ist die erste, die Apple explizit mit einer direkten Kapitalbeteiligung an Intels Sanierung in Verbindung bringt.
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Offizielle Bestätigung bleibt aus
Doch die Branche wartet vergebens auf ein offizielles Statement. Weder Apple noch Intel haben die Investition bislang bestätigt. Diese Funkstille nährt Zweifel. Einige Analysten vermuten, Trump könnte Apple mit einem anderen Investor verwechselt haben. Schließlich sicherte sich Intel nach der Staatshilfe bereits eine 5-Milliarden-Dollar-Investition von Nvidia und weitere zwei Milliarden vom japanischen SoftBank-Konzern.
Eine signifikante Aktienbeteiligung durch Apple müsste Intel seinen Aktionären eigentlich offenlegen. Beobachter fahnden nun gespannt nach entsprechenden regulatorischen Meldungen. Bis dahin bleibt die Ankündigung des Präsidenten eine spekulative, aber wirkmächtige Aussage.
Alte Rivalen, neue Allianz?
Die Investitionsbehauptung fügt sich in ein Bild der langsamen Annäherung beider Konzerne. Bereits im September 2025 gab es Berichte über Gespräche über eine strategische Beteiligung. Konkreter ist, dass Apple eine Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet hat, um Intels fortschrittlichen „18A“-Fertigungsprozess zu prüfen.
Das nährt eine gewagte These: Intels Auftragsfertigung (Foundry-Services) könnte schon bald Apples hauseigene M-Series-Chips produzieren. Einige Supply-Chain-Analysten halten einen Start der Produktion für Einsteiger-Chips bereits Mitte 2027 für möglich. Das wäre eine dramatische Kehrtwende. Erst 2020 hatte Apple sich von Intel-Prozessoren in seinen Macs verabschiedet, um auf eigene Designs zu setzen.
Intels Comeback-Strategie gewinnt an Fahrt
Eine Beteiligung Apples wäre der bislang prestigeträchtigste Vertrauensbeweis für Intels ehrgeizigen Turnaround. Unter CEO Lip-Bu Tan will das Unternehmen zu einer weltweit führenden Foundry aufsteigen und damit TSMC direkt herausfordern. Die Staatshilfe war der Grundstein. Die bestätigten Investments von Nvidia und SoftBank brachten bereits finanzielles Gewicht und Marktvertrauen.
Der Aktienkurs spiegelt den Optimismus wider: Sechs Monate legte die Intel-Aktie über 146 Prozent zu. Allein am Dienstag sprang sie nach Trumps Äußerungen um mehr als sieben Prozent nach oben. Apple als Investor und Kunde zu gewinnen, wäre der finale Ritterschlag. Der Konzern ist für seine hohen technischen Standards und gewaltigen Stückzahlen bekannt. Seine Partnerschaft würde Intels Foundry-Geschäft endgültig als ernsthafte Alternative etablieren.
Warten auf die Fakten
Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich Trumps Vorstoß als Weitsicht oder Irrtum erweist. Eine Bestätigung wäre ein Erdbeben für die globale Halbleiterlandschaft. Sie würde Apples Fertigungsbasis diversifizieren und Intels Comeback mit einem Premium-Kunden krönen.
Falls es eine Vereinbarung gibt, wird die Branche auf Details zum Umfang und Zeitplan der Chip-Produktion lauern. Die nächsten Quartalsberichte und regulatorischen Einreichungen Intels könnten erste handfeste Hinweise liefern. Bis dahin bleibt die Frage: Setzt Apple tatsächlich auf die Zukunft der amerikanischen Chip-Fertigung?
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