Iran, Regierung

Schah-Sohn Pahlavi kündigt Rückkehr in den Iran an

18.01.2026 - 20:04:54

Die Rolle des im US-Exil lebenden Schah-Sohns Pahlavi bleibt umstritten. In einer Videobotschaft erklärt er: «Ich werde zurückkehren». Wann und wie lässt er offen.

Reza Pahlavi, der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, hat aus seinem Exil in den USA seine Rückkehr in den Iran angekündigt. Ein Datum nannte der 65-Jährige nicht. Völlig offen ist, ob Pahlavi in das Land überhaupt einreisen darf und welche Folgen ihm als Oppositionspolitiker drohen. 

In einer Videobotschaft auf X sagte Pahlavi laut Übersetzung, die Menschen im Iran lehnten nicht nur das «Regime» ab, sondern forderten einen glaubwürdigen neuen Weg in die Zukunft. Es sei nun an der Zeit, dass sich die internationale Gemeinschaft voll und ganz hinter sie stelle. «Ich werde zurückkehren», sagte Pahlavi - eine Aussage, die er in den vergangenen Monaten wiederholt hat.

In dem Video wurde der Satz eingeblendet: «Das ist die letzte Schlacht.» Ohne Belege sagte Pahlavi, dass 12.000 Menschen bei den Massendemonstrationen binnen 48 Stunden getötet worden seien. Diese Angaben können derzeit nicht unabhängig überprüft werden.

Pahlavi, den sein autoritär regierender Vater, der letzte Schah von Persien, einst zum Kronprinzen ernannte, lebt seit Jahrzehnten im Exil in den USA. Während der jüngsten Massenproteste beanspruchte er aus dem Ausland eine Führungsrolle in der zerstrittenen und zersplitterten iranischen Opposition. Vor allem in den sozialen Medien hat er sich ein Millionenpublikum aufgebaut.

Pahlavis Rolle bleibt umstritten. Während einige ihn als Hoffnungsträger sehen, kritisieren andere seine politische Intransparenz und den konfrontativen Stil seiner Anhänger

Im Iran existiert seit Jahren keine anerkannte organisierte Oppositionskraft. Viele Menschen setzen daher auf internationale Unterstützung. Bei aktuellen Demonstrationen wurde mehrfach der Slogan «Lang lebe der König» gerufen – ein direkter Hinweis auf Pahlavi. Wie groß sein tatsächlicher Einfluss im Land ist, bleibt jedoch schwer einzuschätzen.

@ dpa.de

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