Deutschland, Telekommunikation

Netzstörung am Warntag beim Mobilfunker 1&1

11.09.2025 - 14:34:44

Es piepte laut, auf dem Display erschien ein Text zum heutigen Warntag. So weit, so normal. Doch kurz danach haperte es etwas im Handynetz von 1&1 – zum Ärger von so manchem Kunden.

Unmittelbar nach der Probewarnung des nationalen Warntags ist das Handynetz des Telekommunikationsunternehmens 1&1 gestört gewesen. Es sei «kurzzeitig für einen geringen Teil unserer Kunden zu Einschränkungen bei der Mobilfunknutzung» gekommen, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit. Die Entstörung sei unverzüglich erfolgt. Die Ursache war zunächst unklar. Zuvor hatte die «Bild» berichtet.

Nach Angaben des Präsidenten des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Ralph Tiesler, bestehe «keine Verbindung zwischen dem Ausfall bei 1&1 und unserem Warntag.»

Auf der Webseite allestoerungen.de gingen nach elf Uhr – die nationale Probewarnung war um Punkt elf Uhr – deutlich mehr Beschwerden über 1&1 ein als zuvor. So waren es im Zeitraum 11.35 bis 11.50 Uhr rund 18.800, normalerweise sind es in diesem Zeitfenster nur 35. Die Beschwerden kamen aus Großstädten querbeet im Bundesgebiet, etwa aus Berlin, Stuttgart und Köln. Das Problem war aber offensichtlich nur von kurzer Dauer, denn danach sackte die Beschwerdekurve ab. Gegen 13 Uhr wurden auf der Webseite nur noch rund 1400 Beschwerden über 1&1 binnen 15 Minuten eingereicht.

Konkurrenten vermeldeten keine Probleme

Von Vodafone und O2 hieß es, ihre Mobilfunknetze liefen ganz normal und einwandfrei. Und ein Telekom-Sprecher sagte: «Im Netz der Telekom sehen wir keine aktuelle Beeinträchtigung unseres Mobilfunknetz im Kontext des Warntages.»

Über diese Firmen hatten sich nach elf Uhr zwar ebenfalls etwas mehr Menschen bei der Webseite allestörungen.de beschwert, dies aber nur einem niedrigen Level – über Vodafone gingen in einer Viertelstunde rund 1.200 kritische Wortmeldungen ein, also weniger als ein Zehntel der Beschwerden über 1&1. Danach verflachten auch diese Beschwerden.

Grund für die etwas ähnliche Entwicklung könnte sein, dass sich Menschen versehentlich über die Telekom oder Vodafone beschwert haben: Sie sprachen mit einem 1&1-Kunden und dachten nach Abbruch der Verbindung, dass es an ihrem Netzbetreiber gelegen habe. Ein O2-Sprecher sagte mit Blick auf 1&1: «Störungsmeldungen, die sich fälschlicherweise auf o2 Telefónica beziehen, hängen mit den Einschränkungen im Verantwortungsbereich des Diensteanbieters zusammen.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Notrufsystem eCall startet mit moderner Mobilfunktechnik. Nun erhält das System ein neues technisches Fundament. Der automatische Notruf eCall hat sich in der Vergangenheit bereits öfter als Lebensretter bei schwerem Verkehrsunfällen bewährt. (Wissenschaft, 24.01.2026 - 06:00) weiterlesen...

Mehr Verbraucher ärgern sich über verbotene Werbeanrufe. Besonders, wenn sie gar nicht stattfinden dürften. «Gut, dass wir mit Ihnen sprechen können - wir haben ein Angebot für Sie!» Was gut klingt, ist häufig Zeitverschwendung: Werbeanrufe aus dem Nichts. (Wirtschaft, 24.01.2026 - 05:05) weiterlesen...

Telekom will Glasfaser in alle Wohnungen bringen. Warum die Quote der Vertragsabschlüsse in Mehrfamilienhäusern trotzdem niedrig ist und welche Strategie das ändern soll. Die Telekom investiert Milliarden in den Glasfaserausbau. (Wissenschaft, 22.01.2026 - 15:06) weiterlesen...

Software und Cloud treiben IT-Umsätze in Deutschland an. Der Branchenverband Bitkom sieht bei passenden Rahmenbedingungen sogar noch mehr Potenzial. Die Digitalbranche baut ihre Rolle als größter industrieller Arbeitgeber weiter aus. (Wissenschaft, 22.01.2026 - 10:00) weiterlesen...

Wie die EU-Kommission ein schnelleres Netz schaffen will. teurer werden? Die EU-Kommission will bessere Netze und mehr 5G. Verbraucherschützer warnen wegen eines Vorschlags vor versteckten Kosten für Nutzerinnen und Nutzer. Könnten Netflix, Disney & Co. (Wissenschaft, 21.01.2026 - 13:16) weiterlesen...

EU-Kommission will schnelles Internet durchsetzen Europas digitale Unabhängigkeit und ein Binnenmarkt für das Netz: In den Digitalpolitik-Vorschlägen der EU-Kommission steckt viel drin. (Wissenschaft, 21.01.2026 - 11:20) weiterlesen...