USA, China

Mattel-Aktie stürzt ab - US-Weihnachtsverkauf unter Prognose

11.02.2026 - 02:30:34

Weihnachten ist traditionell die beste Zeit für Spielzeug-Firmen. Diesmal konnte Hasbro die US-Importzölle zum Teil an Kunden weiterreichen, während Konkurrent Mattel die Börse enttäuschte.

Die Aktie des Spielzeugriesen Mattel hat nach einem schlechter als erwartet ausgefallenen US-Weihnachtsgeschäft auf einen Schlag mehr als ein Viertel ihres Werts verloren. Der Kurs fiel im nachbörslichen US-Handel um rund 28 Prozent. Mattel gehören Marken wie Barbie und Hot Wheels.

Das Dezember-Geschäft in den USA habe zwar zugelegt, aber schwächer als von Mattel selbst erwartet, sagte Finanzchef Paul Ruh nach der Vorlage von Quartalszahlen. Er verwies unter anderem darauf, dass «preisbewusste» Verbraucher auf Schnäppchensuche gewesen seien und der Handel zögerlicher Lagerbestände aufgebaut habe. In dieser Situation habe Mattel zu Rabatten greifen müssen, was wiederum die Profitabilität gedrückt habe. Außerhalb der USA sei das Geschäft wie erwartet gelaufen, sagte Ruh.

Der Quartalsgewinn von Mattel fiel im Jahresvergleich um ein Viertel auf 106,2 Millionen Dollar. Der Umsatz legte um sieben Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Dollar zu.

Keine Probleme für Rivalen Hasbro

In den USA wird seit Monaten darüber diskutiert, ob Verbraucher angesichts hoher Lebenshaltungskosten sparsamer beim Geldausgeben werden - und ob die von Präsident Donald Trump auf Importe verhängten Zölle dabei eine Rolle spielen.

Der Rivale Hasbro hatte allerdings keine Probleme in seinem Weihnachtsgeschäft, obwohl der Konzern zu Preiserhöhungen in den USA griff. Hasbro habe die Preise zunächst im Entertainment- und Sammlerartikel-Bereich angehoben, wo die Nachfrage traditionell robuster sei, sagte Firmenchef Chris Cocks dem «Wall Street Journal». In diesem Jahr seien die Aufschläge auf andere Kategorien ausgeweitet worden.

US-Preiserhöhungen durch Zölle

Spielzeuganbieter lassen traditionell viel in Asien produzieren. Bei Hasbro liege die Zollrate aktuell bei rund 24 Prozent, sagte Cocks. Hasbro und die Handelspartner schluckten zwar einen Teil davon, aber einige Kosten müssten dennoch an die Verbraucher weitergegeben werden. «Das ist einfach die Realität, wenn man in einer Welt mit Zöllen lebt», betonte der Hasbro-Chef.

Hasbro macht unter anderem Spielwaren mit Marvel- und Transformers-Figuren sowie Artikel von Peppa Pig. Im Weihnachtsquartal stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 31 Prozent auf gut 1,44 Milliarden Dollar. Unterm Strich verbuchte der Konzern einen Gewinn von 201,6 Millionen Dollar nach einem Minus von 34,3 Millionen Dollar ein Jahr zuvor.

@ dpa.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.

Weitere Meldungen

US-Amerikaner wegen Spionage in Koblenz verurteilt. Nun ist er verurteilt. James Bond im Namen der Gerechtigkeit? Ein Ex-Militär aus den USA ist unzufrieden mit seinem Arbeitgeber und greift zu drastischen Mitteln: Er bietet China geheime Daten an. (Politik, 11.02.2026 - 12:02) weiterlesen...

Macron drängt auf EU-Schulterschluss gegen USA und China Vor einem informellen EU-Gipfel zur Wettbewerbsfähigkeit hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf einen Schulterschluss Europas gepocht, um sich China und den USA gegenüber wirtschaftlich zu behaupten. (Boerse, 10.02.2026 - 11:04) weiterlesen...

Rubio: Kein neuer Atomvertrag nur mit Moskau. Eine Wiederaufnahme dieses Vertrages schließt US-Außenminister Rubio aus - stattdessen schwebt ihm etwas anderes vor. Das Abrüstungsabkommen zwischen Washington und Moskau ist Geschichte. (Ausland, 06.02.2026 - 14:28) weiterlesen...

Mehr Exporte im Dezember - China löst USA als Haupthandelspartner ab Im Dezember 2025 sind die deutschen Exporte gegenüber November 2025 kalender- und saisonbereinigt um 4,0 Prozent und die Importe um 1,4 Prozent gestiegen.Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember 2024 nahmen die Exporte um 2,7 Prozent und die Importe um 5,6 Prozent zu, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilte. (Ausland, 06.02.2026 - 08:08) weiterlesen...

USA wollen Handelsallianz für wichtige Mineralien gründen Die USA wollen trotz internationaler Spannungen mit ihren Verbündeten eine Handelsallianz für seltene Erden und andere wichtige Mineralien aufbauen und damit die Abhängigkeit zu China verringern. (Boerse, 04.02.2026 - 19:34) weiterlesen...