Polizei an Bord von verdÀchtigem Schiff
19.12.2024 - 17:17:44Das teilte das BundespolizeiprĂ€sidium in Potsdam mit. Ziel sei eine "gemeinsame Inaugenscheinnahme relevanter SchiffsausrĂŒstung und Unterlagen sowie einer gemeinsamen informatorischen Befragung der Crew" gewesen.
Die Bundespolizei verwies auf ihre Vorermittlungen im Zusammenhang mit den beschĂ€digten Tiefseekabeln. "FĂŒr diese beispielhafte Zusammenarbeit bedanke ich mich sehr, insbesondere bei den chinesischen Partnern, ohne die es nicht möglich gewesen wĂ€re", sagte BundespolizeiprĂ€sident Dieter Romann.
Zuvor hatte die schwedische Polizei mitgeteilt, chinesische Behördenvertreter wollten Untersuchungen an Bord der "Yi Peng 3" vornehmen und hĂ€tten die schwedischen Behörden eingeladen, dabei eine Beobachterrolle einzunehmen. Auch die schwedische Havariekommission nehme daran teil. Eigene MaĂnahmen wĂŒrden die Schweden an Bord nicht ergreifen. Die Ermittlungen der Chinesen sind den Angaben zufolge auch nicht Teil der Polizeiuntersuchung wegen möglicher Sabotage.
Die beiden Kommunikationskabel zwischen der finnischen Hauptstadt Helsinki und Rostock sowie zwischen Schweden und Litauen waren vor einem Monat kurz nacheinander plötzlich durchtrennt worden. Wie es dazu kommen konnte, ist weiterhin unklar. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hatte jedoch bereits kurz nach Bekanntwerden der VorfĂ€lle davon gesprochen, dass man von Sabotage ausgehen mĂŒsse. Die Polizeibehörden aus Finnland, Schweden und Litauen haben ein gemeinsames Ermittlungsteam gebildet.
Schiff seit Wochen zwischen DĂ€nemark und Schweden vor Anker
Die "Yi Peng 3" ist frĂŒh ins Visier der Ermittler geraten. Der Frachter ist unter anderem deshalb verdĂ€chtig, weil er zum fraglichen Zeitpunkt die beiden betroffenen Stellen der Kabel passiert haben soll. Schweden hatte daher formal in Peking um eine behördliche Zusammenarbeit gebeten. Das Schiff liegt seit Wochen im Kattegat zwischen DĂ€nemark und Schweden vor Anker, wĂ€hrend Patrouillenschiffe aus Deutschland und anderen Nato-LĂ€ndern ununterbrochen bei ihm sind.
Die beiden Kabel funktionieren seit geraumer Zeit wieder. GröĂere BeeintrĂ€chtigungen fĂŒr die Verbraucher hat es nach Angaben der Betreiber nicht gegeben.

