USA, EU-Kommission

EU-Kommission leitet Kartellverfahren gegen Microsoft ein

27.07.2023 - 13:01:24

Die EU-Kommission hat ein förmliches Kartellverfahren gegen Microsoft eingeleitet.

Man wolle dabei prüfen, ob der US-Konzern gegen die EU-Wettbewerbsvorschriften verstoßen habe, indem er sein Kommunikations- und Kooperationsprodukt Teams mit seinen Firmenplattformen Office 365 und Microsoft 365 verknüpft oder gebündelt hat, teilte die Brüsseler Behörde am Donnerstag mit. Man befürchte, dass Microsoft seine Marktposition bei Produktivitätssoftware missbrauchen und verteidigen könnte, indem es den Wettbewerb im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bei Kommunikations- und Kooperationsprodukten einschränke.

Es bestünden insbesondere Bedenken, dass Microsoft Teams einen Vertriebsvorteil gewähren könne, indem es den Kunden nicht die Wahl lasse, ob sie Zugang zu diesem Produkt haben, wenn sie ihre Firmenplattformen abonnieren, und möglicherweise die Interoperabilität zwischen ihren Produktivitätsprogrammen und konkurrierenden Angeboten einschränke, so die EU-Kommission. Solche Verhaltensweisen könnten "wettbewerbswidrige Kopplungs- oder Bündelungspraktiken" darstellen. Die Kommission werde diese eingehende Untersuchung vorrangig behandeln. Das Verfahren werde "ergebnisoffen" geführt, so die Brüsseler Behörde. "Fernkommunikations- und Kooperationsinstrumente wie Teams sind für viele Unternehmen in Europa unverzichtbar geworden", sagte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager. "Wir müssen daher sicherstellen, dass die Märkte für diese Produkte wettbewerbsoffen bleiben und die Unternehmen frei wählen können, welche Produkte ihren Bedürfnissen am besten entsprechen."

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de | US5949181045 WIRTSCHAFT

Weitere Meldungen

Trump zeigt pöbelndem Arbeiter den Mittelfinger. Der US-Präsident kontert ausfallend. Sein Sprecher findet das «angemessen». Bei einer Fabrikbesichtigung wird Donald Trump von den Rufen eines Arbeiters geschmäht. (Ausland, 14.01.2026 - 07:22) weiterlesen...

Röttgen begrüßt Trumps Strafzölle gegen Handelspartner des Iran Der Außenpolitiker Norbert Röttgen (CDU) hat die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, gegen Handelspartner des Iran Strafzölle zu verhängen, begrüßt. (Ausland, 13.01.2026 - 20:25) weiterlesen...

Trump verhängt Sondersteuer für Geschäftspartner des Iran US-Präsident Donald Trump hat eine Sondersteuer für alle Länder angekündigt, die mit dem Iran Geschäfte machen.Der entsprechende Zoll betrage 25 Prozent und gelte "mit sofortiger Wirkung", schrieb Trump am Montag auf seiner eigenen Plattform "Truth Social". (Ausland, 12.01.2026 - 23:22) weiterlesen...

Trump: US-Ölkonzerne werden in Venezuela investieren. Man sei sich einig, heißt es nach einem Treffen. Ob es aber schnelle Investitionen geben wird, ist unklar. US-Präsident Trump erwartet von Ölkonzernen seines Landes massive Investitionen in Venezuela. (Ausland, 10.01.2026 - 02:11) weiterlesen...

Trump: Weiteren Angriff auf Venezuela abgesagt US-Präsident Donald Trump hat nach eigener Aussage einen weiteren Angriff auf Venezuela abgesagt.Die USA und Venezuela arbeiteten gut zusammen, insbesondere im Hinblick auf den Wiederaufbau der Öl- und Gasinfrastruktur, sagte Trump am Freitag. (Ausland, 09.01.2026 - 11:08) weiterlesen...

USA wollen sich für Jahre Zugriff auf Venezuelas Öl sichern. Doch die Regierung in Caracas will sich nicht unter Druck setzen lassen und plant die Diversifizierung ihrer Handelsbeziehungen. Präsident Trump meldet Ansprüche auf die gewaltigen Bodenschätze an. (Ausland, 08.01.2026 - 15:16) weiterlesen...