Iran, Proteste

Nouripour sieht Chance für Moment der Demokratisierung im Iran

03.01.2026 - 01:00:00

Der Grünen-Politiker Omid Nouripour sieht in den Protesten im Iran die Chance auf einen "Moment der Demokratisierung".

"Die wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage im Iran ist desolat", sagte Nouripour den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Jetzt treffe es auch die Mittelschicht. "Das Volk steht auf, um freier Leben zu können. Das Regime steht in der Ecke und kennt als Antwort nur Gewalt", sagte Nouripour. Das mache die Lage unberechenbar.

"Es kann ein Moment der Demokratisierung werden", sagte der Grünen-Politiker, der selbst als Kind aus dem Iran nach Deutschland kam. "Doch auch ein Militärputsch der Revolutionsgarden ist möglich." Nouripour fordert die EU und auch die Bundesregierung zum Handeln auf. Die EU müsse wachsam sein, sie dürfe nicht wieder nur zusehen, sagte er. "Die Revolutionsgarden gehören endlich auf die Terrorliste der EU." Das müsse nach seiner Einschätzung auch der Bundeskanzler vorantreiben. "Wenn Bundeskanzler Merz glaubwürdig sein will, muss er das forcieren und damit jetzt umsetzen, was die CDU in der Opposition lauthals gefordert hatte", sagte Nouripour. Im Iran gehen seit Tagen Menschen auf die Straße. Das Regime antwortet hart, mindestens sieben Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Nouripour zeigt sich besorgt über Lage in Iran Bundestags-Vizepräsident Omid Nouripour (Grüne) hat sich tief besorgt über die politische Lage im Iran geäußert.Das herrschende System stehe "am Abgrund", die Menschen seien verzweifelt, sagte Nouripour dem "Mannheimer Morgen" (Samstagausgabe). (Sonstige, 09.01.2026 - 20:54) weiterlesen...

Merz und Macron rufen iranische Behörden zu Gewaltverzicht auf Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der französische Präsident Emmanuel Macron und der britische Premierminister Keir Starmer haben das iranische Regime dazu aufgerufen, keine Gewalt gegenüber Demonstranten auszuüben."Wir sind zutiefst besorgt über Berichte von Gewalt durch iranische Sicherheitskräfte und verurteilen die Tötung von Demonstranten auf das Schärfste", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der drei Staats- und Regierungschefs. (Sonstige, 09.01.2026 - 20:34) weiterlesen...

Zentralrat pocht auf Unterstützung für iranische Demonstranten Der Zentralrat der Juden in Deutschland fordert die Bundesregierung auf, die Demonstranten im Iran zu unterstützen und sich gegen das islamistische Regime zu stellen."Deutschland muss in dieser historischen Stunde unbedingt seine diplomatische Zurückhaltung ablegen", sagte Zentralratspräsident Schuster der "Bild" am Freitag. (Sonstige, 09.01.2026 - 19:14) weiterlesen...

Sorge vor staatlicher Gewalt bei Massenprotesten im Iran TEHERAN - Inmitten massiver Proteste gegen die autoritäre Staatsführung ist der Iran fast vollständig von der Außenwelt abgeschnitten. (Boerse, 09.01.2026 - 16:15) weiterlesen...

Geheimdienst im Iran ruft zur Zusammenarbeit auf Der iranische Geheimdienst hat die Bevölkerung angesichts der landesweiten Proteste zur Zusammenarbeit aufgerufen. (Boerse, 09.01.2026 - 15:10) weiterlesen...

Proteste im Iran gehen weiter Die seit dem Jahreswechsel andauernden Proteste im Iran gehen weiter. (Sonstige, 09.01.2026 - 13:22) weiterlesen...