EU, Russland

Nach diversen Verletzungen des Luftraums von Nato-Staaten durch Russland hat sich die Vorsitzende des Sicherheits- und Verteidigungsausschusses im Europäischen Parlament, Agnes Strack-Zimmermann (FDP), zurückhaltend zum Vorschlag aus Reihen der Union geäußert, russische Flugzeuge im Nato-Luftraum abzuschießen.

21.09.2025 - 17:03:44

Strack-Zimmermann sieht Flugzeug-Abschuss als Ultima Ratio

"Die Aufgabe unserer Luftwaffe ist es, das Eindringen feindlicher, Flugzeuge in unseren Luftraum zu verhindern und diese Flugzeuge entsprechend abzudrängen", sagte Strack-Zimmermann dem Tagesspiegel. "Ein Abschießen wäre die Ultima Ratio. Unsere Luftwaffe wird wissen, wann sie was zu tun hat." Strack-Zimmermann rechnet mit weiteren Provokationen Moskaus.

Russlands Präsident Wladimir Putin "wird jetzt seine Giftküche öffnen und alles rausholen, was er zu bieten hat, um unsere Gesellschaft in Angst und Schrecken zu versetzen", sagte sie. "Wir sollten uns nicht provozieren lassen und schnellstmöglich die Bundeswehr so ausstatten, dass sie ihrer Aufgabe in der Nato auch 100 Prozent nachkommen kann." Auch die sicherheitspolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, Sara Nanni, äußerte sich zurückhaltend zu einem Abschluss russischer Flugzeuge. "Russland provoziert und testet das Bündnis auf seine militärische Klugheit und politische Handlungsfähigkeit. Darauf nun militärisch zu antworten, ist wenig effektiv und dürfte gefährliche Dynamiken begünstigen", sagte Nanni dem "Tagesspiegel": "Man muss auch wissen: Zwei tote russische Piloten würden Putin nicht umstimmen, er lässt ja jede Woche Tausende Russen in der Ukraine für seinen Wahnsinn sterben." Gefragt sei "eine rasche Umsetzung politischer Maßnahmen, die auch wehtun", sagte Nanni. Sie verlangte, "endlich keine neuen Schengen-Visa für Russen" auszustellen. Auch die "Liquidierung der russischen Vermögenswerte" sei dringlich. "Wir müssen nun schnell denjenigen weiter zusetzen, die in Russland das System Putin politisch und wirtschaftlich am Laufen halten", sagte sie.

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Costa: USA werden nicht für EU und Nato sprechen. Nun heißt es: Was EU und Nato betrifft, wird nicht über deren Kopf hinweg entschieden. In einem ersten Friedensplan für die Ukraine wollten die USA großzügig vorgeben, was andere Beteiligte machen. (Ausland, 27.11.2025 - 21:36) weiterlesen...

Merz macht Ukraine-Ansage an Trump: Europa ist kein Spielball Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat die USA im Zusammenhang mit den Friedensgesprächen für die Ukraine davor gewarnt, Europa zu ignorieren. (Ausland, 26.11.2025 - 09:54) weiterlesen...

Trumps Plan entschärft - Frieden noch nicht in Sicht. Das heißt aber noch nichts. Wie die Verhandlungen nun weitergehen, ist ziemlich offen. Die Europäer und Ukrainer sind erleichtert, dass sie den US-Friedensplan für die Ukraine entschärfen konnten. (Ausland, 24.11.2025 - 17:21) weiterlesen...

Kreml bereit zu Gesprächen über US-Plan – Kritik an der EU. Aber die Initiative der Europäer stößt schon einmal auf Ablehnung. Moskau ist zwar weiter bereit, über den von den USA an Russland übermittelten Friedensplan für die Ukraine zu reden. (Ausland, 24.11.2025 - 16:52) weiterlesen...

Röttgen: Europa muss Ukraine ohne US-Unterstützung helfen Der CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen fordert eine entschlossene europäische Antwort auf den Friedensplan der USA und eine Unterstützung der Ukraine auch ohne Einbeziehung Washingtons. (Ausland, 24.11.2025 - 05:00) weiterlesen...

Ukraine-Gespräche: Rubio sieht «sehr gutes Arbeitsergebnis». Nun äußern sich Beteiligte nach den ersten Gesprächen durchaus positiv. In Genf wollten die Ukraine und ihre europäischen Unterstützer den US-Friedensplan entschärfen. (Ausland, 23.11.2025 - 19:08) weiterlesen...