SPD-Fraktion widerspricht Kanzler bei Erbschaftsteuer
16.01.2026 - 16:11:09Am Mittwochabend hatte Kanzler Friedrich Merz in einer Rede kritisiert, die SPD sorge mit ihren Vorschlägen für "Verunsicherung" in der Wirtschaft. Er wolle nicht, dass die Weitergabe von Betrieben in den Familien durch Steuerlasten zusätzlich erschwert werde.
Diese Bedenken wies Esdar zurück. "Der Handwerksbetrieb um die Ecke zahlt bei unserem Konzept nichts", sagte die SPD-Abgeordnete. Die Erbschaftsteuer für große Unternehmen wäre zudem "meist kleiner als das Geschäftsführer-Gehalt."
Es gehe nicht darum, Erbschaften auf einmal mit 50 Prozent zu besteuern, "sondern um einen progressiven Steuertarif, der sich in etwa in der Höhe an den aktuellen Steuerklassen für Vererbungen innerhalb der Familie orientieren könnte", so Esdar. "Es kann nicht sein, dass Menschen sehr hohe Vermögen fast steuerfrei erben können, während normale Erben belastet werden."


