Gröhe beobachtet deutlich schÀrferen Umgang im Parlament
28.01.2025 - 14:48:45
Der Umgang im Bundestag sei "in den letzten Jahren deutlich schĂ€rfer geworden", sagte Gröhe der "Rheinischen Post" (Mittwochsausgabe). Beigetragen hĂ€tten dazu die Sozialen Medien, deren Algorithmen polarisierende Aussagen belohnten, aber auch eine "hasserfĂŒllt auftretende" AfD.
Diese spreche mit Verachtung von "Systemparteien" und spalte mit Hassreden. "Mir hat ein AfD-Abgeordneter schon zugerufen, ich gehörte in den Knast. Und gerade Frauen mĂŒssen sich oft noch viel schlimmere SprĂŒche anhören", sagte der 63-JĂ€hrige.
Auf die Frage, wie es gelingen könne, den Einfluss der AfD in den Parlamenten wieder zurĂŒckzudrĂ€ngen, sagte der ehemalige CDU-GeneralsekretĂ€r, man könne manche WĂ€hler nicht zurĂŒckgewinnen.
"Wo aber Menschen angesichts von unkontrollierter Zuwanderung verstĂ€ndliche Sorgen haben, schwerste Straftaten von Ausreisepflichtigen wie das entsetzliche Verbrechen in Aschaffenburg Empörung auslösen, sind die Parteien der Mitte gefordert. Wir mĂŒssen zeigen, dass wir Probleme lösen, Sicherheit bestmöglich gewĂ€hrleisten können. Sonst werden radikale KrĂ€fte noch stĂ€rker." Nach 30 Jahren als Abgeordneter im Bundestag wird Gröhe bei den anstehenden Wahlen nicht erneut kandidieren. Die aktuelle Legislaturperiode ist somit seine letzte als Parlamentarier in Berlin.


