WKÖ warnt Exportwirtschaft vor US-Zöllen
20.01.2026 - 16:24:12Die Wirtschaftskammer Österreich schlägt Alarm: Neue US-Strafzölle könnten heimische Unternehmen empfindlich treffen. Beim heutigen North America Day in Wien diskutierten Vertreter aus Wirtschaft und Politik unter neuer WKÖ-Präsidentin Martha Schultz Strategien gegen die wachsende Protektionismus-Gefahr.
Für Österreich sind die Vereinigten Staaten der zweitwichtigste Exportpartner nach Deutschland. 2024 erreichten die Ausfuhren mit 16,2 Milliarden Euro einen Rekord – ein Plus von über zehn Prozent. Das entspricht 8,5 Prozent aller österreichischen Exporte. Besonders stark sind die Branchen Maschinenbau, Fahrzeugbau und chemische Erzeugnisse.
Doch genau diese Abhängigkeit wird zum Risiko. Experten warnen vor einer neuen Zollwelle aus Washington. Sie könnte ganze Branchen treffen:
* Metallerzeugung
* Fahrzeugbau
* Pharmaindustrie
Eine unberechenbare US-Handelspolitik erhöht die Unsicherheit für Unternehmen und schwächt den regelbasierten Welthandel. Droht am Ende eine Lose-lose-Situation für beide Seiten des Atlantiks?
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Diversifizierung als Ausweg aus der Zollfalle
Wie können sich Unternehmen wappnen? Die WKÖ-Experten raten zu einer Doppelstrategie: Lieferketten überprüfen und neue Märkte erschließen.
Statt nur auf China zu setzen, gewinnen Alternativen wie “Nearshoring” oder “Friendshoring” an Bedeutung. Unternehmen sollten ihre Zollklassifizierung prüfen und Lager optimieren, um auf abrupte Änderungen reagieren zu können.
Parallel muss die Abhängigkeit vom US-Markt verringert werden. Dafür braucht es laut WKÖ vorangetriebene Freihandelsabkommen mit anderen Wirtschaftsräumen:
* Mercosur in Südamerika
* ASEAN-Staaten in Südostasien
Eine breitere geografische Aufstellung stärkt die Resilienz der Exportwirtschaft. Gleichzeitig bleibt die Stärkung des europäischen Binnenmarkts eine solide Basis.
Neue WKÖ-Chefin setzt auf Freihandel
Die Veranstaltung markiert einen der ersten großen Auftritte von Martha Schultz. Die Tiroler Unternehmerin wurde vergangene Woche als neue WKÖ-Präsidentin angelobt. Sie folgt auf Harald Mahrer, der im November 2025 zurücktrat.
Schultz hat bereits bei ihrer Angelobung einen Fokus auf Freihandel und Zollreduktion angekündigt. Der North America Day unterstreicht die Kontinuität im Engagement für die Exportwirtschaft. Die Initiative ist Teil der Internationalisierungsoffensive “go-international”, die gemeinsam mit dem Wirtschaftsministerium getragen wird.
Trotz aller politischen Unwägbarkeiten bleibt der nordamerikanische Markt aufgrund seiner Größe und Innovationskraft ein zentraler Pfeiler für Österreichs Wirtschaft.
Vorsichtiger Optimismus trotz Unsicherheit
Wie geht es weiter? Die kommenden Monate werden entscheidend für die Entwicklung der transatlantischen Handelsbeziehungen. Eine Umfrage unter österreichischen Niederlassungen in Nordamerika zeigt jedoch vorsichtigen Optimismus für 2026.
Die Mehrheit der Unternehmen rechnet mit einer stabilen oder sogar besseren Wirtschaftslage. Klar ist aber auch: Die Anpassungsfähigkeit der Unternehmen und die proaktive Unterstützung durch die WKÖ werden entscheidend sein, um die Chancen in Nordamerika weiter zu nutzen und die Risiken zu minimieren.
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