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Wiener Wohnen: Förder-Aus löst Mietpreis-Schock aus

10.01.2026 - 13:53:12

Tausende Wiener Mieter sehen sich mit sprunghaft steigenden Kosten konfrontiert, nachdem Förderverträge ausgelaufen sind. Die politische Debatte über Lösungen und die angespannte Lage am Wohnungsmarkt verschärft sich.

Tausende Wiener Mieter starten mit drastischen Kostenerhöhungen ins neue Jahr. Ausgelaufene Wohnbauförderungen und neue Betriebskosten treiben die monatlichen Belastungen in die Höhe – in Einzelfällen verdoppeln sie sich. Die Opposition spricht von einer „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ und übt scharfe Kritik an der SPÖ-geführten Stadtregierung.

Bis zu 400 Euro mehr im Portemonnaie

Betroffen sind vor allem Bewohner spezifischer geförderter Wohnprojekte, deren Förderperiode mit Jahreswechsel endete. Ihre Verträge sehen vor, dass die Mieten danach auf das gesetzlich zulässige Niveau zurückfallen. Für viele Haushalte bedeutet das eine böse Überraschung: Sie erhielten Vorschreibungen, die teils um bis zu 400 Euro über den bisherigen Beträgen liegen.

Wiener Wohnen und die Genossenschaften verweisen auf die vertragliche Rechtslage. Die betroffenen Mieter fordern hingegen eine soziale Abfederung dieser sprunghaften Anstiege. Anwohnerproteste formieren sich.

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Auch „zweite Mieten“ steigen weiter

Nicht nur die Kaltmieten ziehen an. Auch bei den Betriebskosten und Netzgebühren geht es für viele weiter nach oben:
* Neue Gasnetzgebühren und gestiegene administrative Kosten belasten die Abrechnungen.
* Eine erhöhte Mindestrücklage für Wohnungseigentümer erhöht mittelfristig den Druck auf den gesamten Mietmarkt.
* Ein Lichtblick ist der neue „Sommer-Sonnenrabatt“ bei den Stromnetzkosten – der hilft aber erst in einigen Monaten gegen die aktuellen Heizkosten.

Politischer Grundsatzstreit entbrannt

Die Kostenschübe haben den wohnpolitischen Streit im Rathaus neu entfacht. Die FPÖ wirft der SPÖ vor, die Realität der „Working Poor“ zu ignorieren und kritisiert geplante Gesetzesänderungen, die Sanierungskosten schneller auf Mieter überwälzen könnten.

Die Wiener SPÖ verteidigt ihren Kurs und verweist auf den Mietenstopp im Gemeindebau und milliardenschwere Entlastungspakete. Die Teuerung sei primär eine Schuld von Bundesregierung und EU-Zinspolitik.

Grüne und ÖVP kritisieren die „Gießkannenpolitik“ und fordern treffsichere Subjektförderungen statt pauschaler Objektförderungen. Die Schere zwischen günstigen Altverträgen und teuren Neuverträgen klaffe so weit wie nie.

Symptom einer tieferen Marktkrise

Die aktuellen Proteste sind nur ein Vorbote größerer Verteilungskämpfe. Der Wiener Wohnungsmarkt steht unter Druck:
* Die Mieten explodieren im unregulierten Bereich.
* Gleichzeitig bricht der Neubau ein – 2025 wurden deutlich weniger Wohnungen fertiggestellt.
* Experten warnen: Die Verknappung des Angebots wird mittelfristig auch die Preise im mittleren Segment nach oben treiben.

Für das restliche Jahr 2026 ist keine Entspannung in Sicht. Die Betriebskostenabrechnungen für 2025, die im Frühsommer eintreffen, dürften neuen politischen Zündstoff liefern. Die Frage bleibt: Findet die Politik Härtefallregelungen für diejenigen, die aus der Förderung fallen?

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