WHO-Strategie bringt traditionelle Medizin in den Mainstream
31.12.2025 - 01:13:12Die Weltgesundheitsorganisation ebnet den Weg für eine globale Integration traditioneller Heilverfahren in die nationalen Gesundheitssysteme. Die „Delhi-Deklaration“ schafft den verbindlichen Rahmen für die kommende Dekade.
Ein Jahrzehnt für die Integration
Die Weichen sind gestellt: Mit der Verabschiedung der „Delhi-Deklaration zur traditionellen Medizin“ hat die WHO einen Masterplan für die nächsten zehn Jahre vorgelegt. Das Ziel ist ambitioniert: Traditionelle, komplementäre und integrative Medizin (TCIM) – darunter auch die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) – soll von einer Randerscheinung zu einem evidenzbasierten Pfeiler der allgemeinen Gesundheitsversorgung werden.
Die auf dem zweiten WHO-Gipfel in Neu-Delhi beschlossene Strategie 2025–2034 verfolgt vier Kernziele. Sie will die wissenschaftliche Evidenz stärken, globale Qualitäts- und Sicherheitsstandards etablieren, TCIM in die primäre Gesundheitsversorgung integrieren und digitale Werkzeuge für Forschung und Wissensbewahrung nutzen. WHO-Generaldirektor Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus betonte, dass diese Praktiken für Millionen Menschen die erste und oft einzige Anlaufstelle seien – diese müsse nun sicher und wirksam werden.
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China als Vorreiter und Partner
Eine Schlüsselrolle bei dieser globalen Umsetzung spielt die Traditionelle Chinesische Medizin. Aufgrund ihrer bereits etablierten regulatorischen Strukturen in China dient sie als Modell für andere Systeme. Die chinesische Gesundheitsbehörde NATCM hat ihre strategische Partnerschaft mit der WHO vertieft und unterstützt deren TCIM-Programm bis 2028 mit umgerechnet rund 4,6 Millionen Euro.
Die Deklaration fordert alle Mitgliedsstaaten auf, nationale Politiken nach solchen Vorbildern zu entwickeln. Länder wie China, wo TCM und Schulmedizin in Kliniken koexistieren, oder Indien mit seinem AYUSH-Ministerium zeigen, wie Integration gelingen kann. Bis 2034 sollen TCIM-Leistungen in den meisten WHO-Mitgliedsländern fester Bestandteil der Krankenversicherungssysteme sein.
Digitale Bibliothek soll Evidenzlücke schließen
Ein konkretes Ergebnis des Gipfels ist die Einweihung der WHO Global Library for Traditional Medicine. Diese digitale Plattform bündelt über 1,6 Millionen wissenschaftliche Einträge und Studien. Sie soll eine zentrale Wissenslücke schließen: Obwohl in einigen Ländern bis zu 90 Prozent der Bevölkerung traditionelle Medizin nutzen, fließt weniger als ein Prozent der globalen Forschungsgelder in dieses Feld.
Die Strategie setzt zudem auf Künstliche Intelligenz, um die komplexen Wirkweisen traditioneller Behandlungen zu analysieren, die sich oft den standardisierten Modellen klinischer Studien entziehen. Dies ist ein entscheidender Schritt, um Akzeptanz in der wissenschaftlichen Gemeinschaft zu erreichen.
Neue Regeln für eine globale Industrie
Die Deklaration sendet klare Signale an die globale Gesundheits- und Wellnessindustrie. Der Zehn-Jahres-Plan der WHO zielt auf eine strengere, international harmonisierte Regulierung von pflanzlichen Arzneimitteln und Therapien ab. Der geforderte „risikobasierte Regulierungsansatz“ soll höhere Qualitätsstandards in den Lieferketten durchsetzen.
Das soll das Vertrauen der Verbraucher stärken und die Aufnahme solcher Leistungen in die Kostenerstattung der Krankenkassen erleichtern – ein Modell, das in Ländern wie Deutschland und der Schweiz für bestimmte naturheilkundliche Behandlungen bereits existiert. Ein weiterer Fokus liegt auf dem Schutz der Biodiversität und des Wissens indigener Gemeinschaften vor Ausbeutung.
Der Weg in die nationale Umsetzung
Mit dem Start ins Jahr 2026 beginnt die eigentliche Arbeit: die nationale Umsetzung. Die Mitgliedsstaaten haben sich verpflichtet, bis 2027 erste Prioritäten zu identifizieren und Fortschritte zu erzielen. Die WHO wird die Entwicklungen überwachen und für 2030 eine Zwischenbilanz ziehen.
Die Delhi-Deklaration markiert damit einen Wendepunkt. Sie ersetzt vage Absichtserklärungen durch einen konkreten, zeitgebundenen Aktionsplan. Für die globale Gesundheitslandschaft beginnt nun eine Phase der Konvergenz, in der uraltes Wissen und moderne Wissenschaft zusammenfinden sollen.
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