WhatsApp, Datenschützer

WhatsApp: Datenschützer warnen vor Cloud-Lücken und Metadaten

06.01.2026 - 19:12:12

WhatsApp steht kurz vor einer wichtigen Änderung seiner Geschäftsbedingungen – und die Debatte um die Sicherheit der Nutzerdaten kocht wieder hoch. Trotz der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Nachrichten warnen Experten heute eindringlich vor zwei großen Schwachstellen: unverschlüsselte Cloud-Backups und die umfangreiche Erfassung von Metadaten. Die bevorstehende Deadline am 15. Januar, die den Umgang mit KI-Assistenten neu regelt, schürt die Besorgnis über den Datenfluss innerhalb des Meta-Konzerns.

Der Hauptkritikpunkt betrifft die Chat-Sicherungen. Während die Kommunikation zwischen Geräten als sicher gilt, sind die Backups auf Google Drive oder iCloud oft ein offenes Einfallstor. In der Standardeinstellung werden diese Kopien ohne die starke Ende-zu-Ende-Verschlüsselung des Messengers gespeichert.

Das bedeutet: Cloud-Anbieter und Strafverfolgungsbehörden können unter Umständen auf die gesamten Chatverläufe zugreifen. Zwar bietet WhatsApp eine Option für verschlüsselte Backups an, doch die Funktion ist gut versteckt. Bei den meisten Nutzern ist sie nicht aktiviert. Diese Lücke zwischen wahrgenommener und tatsächlicher Sicherheit gilt als eines der größten Privatsphäre-Risiken.

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Metadaten: Das gläserne Nutzerprofil

Neben den Backups steht die Sammlung von Metadaten in der Kritik. Diese “Randdaten” verraten, wer mit wem, wann, wie oft und von wo aus chattet – ohne den Nachrichteninhalt. In der Summe ergibt sich ein extrem detailliertes Bild jedes Nutzers.

Experten warnen, dass WhatsApp diese Daten laut neuer Richtlinien verstärkt mit den Sicherheitssystemen von Meta teilt. Offiziell geht es um Spam-Erkennung. Kritiker fürchten jedoch, dass so Nutzerprofile über Facebook, Instagram und WhatsApp hinweg verknüpft werden. Die Anonymität schwindet.

KI-Deadline am 15. Januar: Zentralisierung bei Meta

Die aktuelle Debatte wird durch eine bevorstehende Änderung befeuert. Ab dem 15. Januar schränkt WhatsApp die Nutzung seiner Business-API für externe KI-Assistenten stark ein. Dieser Schritt soll das eigene KI-Ökosystem von Meta schützen.

Für den Datenschutz ist das eine Zäsur. Die Interaktion mit KI-gestützten Business-Accounts könnte künftig stärker innerhalb des Meta-Konzerns gebündelt und für Trainingszwecke genutzt werden. Die Kontrolle über automatisierte Chats zentralisiert sich.

Ein Balanceakt zwischen Komfort und Kontrolle

Die Entwicklungen bei WhatsApp spiegeln einen grundlegenden Tech-Konflikt wider: Bequemlichkeit gegen Sicherheit, Datensparsamkeit gegen kommerzielle Interessen. Während Plattformen wie Signal Metadaten minimieren, basiert Metas Geschäftsmodell weiterhin auf der Auswertung von Verhaltensdaten.

Die neuen Regeln könnten auch eine Reaktion auf den wachsenden Druck der EU sein. Der Digital Markets Act (DMA) zwingt große Konzerne zu mehr Transparenz. Die Einschränkung externer KIs kann als Versuch gewertet werden, die Plattform abzuschotten und gleichzeitig Qualität zu sichern.

Was jetzt auf Nutzer zukommt

Mit dem 15. Januar ist kurzfristig mit einer Bereinigung des Chatbot-Angebots auf WhatsApp zu rechnen. Viele Dienste von Drittanbietern könnten wegfallen. Für Nutzer bedeutet das mögliche Serviceunterbrechungen.

Die klare Empfehlung von Datenschützern bleibt: Nutzer sollten ihre Einstellungen prüfen und die verschlüsselte Sicherung manuell aktivieren. Zudem muss das Bewusstsein wachsen, dass Metadaten ein detailliertes digitales Abbild jedes Einzelnen liefern. Ob die EU-Regulierer hier 2026 nachschärfen, bleibt abzuwarten.

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