Vonovia Aktie: Startschuss zur Wende?
28.11.2025 - 08:40:31JPMorgan stuft Vonovia auf Positive Catalyst Watch hoch und sieht 40 Prozent Kurspotenzial. Der Immobilienkonzern kündigt Wachstumsstrategie ab 2026 an bei historisch niedriger Leerstandsquote.
Lange Zeit mieden Investoren den Immobiliensektor wie der Teufel das Weihwasser, doch jetzt könnte der Wind drehen. Mitten in die depressive Stimmung platzt die US-Großbank JPMorgan mit einem seltenen Signal und setzt Deutschlands größten Wohnimmobilienkonzern auf eine exklusive Watchlist. Ist die Phase der “Kapitulation”, von der Experten sprechen, der perfekte Kontra-Indikator für einen Einstieg?
Seltenes Signal der US-Bank
Während die Aktie am heutigen Freitag stabil notiert, brodelt es unter der Oberfläche. Verantwortlich dafür ist vor allem JPMorgan-Analyst Neil Green. Er beliess seine Einstufung nicht nur auf “Overweight” mit einem Kursziel von 36 Euro, sondern verlieh dem Titel zusätzlich den Status “Positive Catalyst Watch”.
Was technisch klingt, ist ein klares Weckrufsignal: Die Bank rechnet kurz- bis mittelfristig mit kursbewegenden Nachrichten und einer Outperformance. Green sieht aktuell ein Kurspotenzial von rund 40 Prozent und identifiziert die derzeitige Marktpositionierung als “Kapitulation” – oft ein klassisches Anzeichen für eine Bodenbildung. Unterstützung kommt von der Privatbank Berenberg, die ihr Kursziel sogar auf 41 Euro schraubte und die erreichbaren Finanzziele für 2026 lobte.
Strategiewechsel: Angriff statt Verteidigung
Doch woher kommt der plötzliche Optimismus? Auf dem Deutschen Eigenkapitalforum bestätigte das Management einen fundamentalen Kurswechsel. Die Jahre des strikten Sparzwangs und des reinen Schuldenabbaus sollen enden. Ab 2026 schaltet der Konzern wieder in den Wachstumsmodus.
Die Eckpfeiler der neuen Strategie überzeugen die Analysten:
* Investitions-Comeback: Bestandsinvestitionen und Neubauprojekte werden nach der Durststrecke wieder hochgefahren.
* Faktische Vollvermietung: Die Leerstandsquote verharrt auf einem historischen Tief von rund 2,2 Prozent.
* Steigende Erträge: Das organische Mietwachstum zog zuletzt auf über 4 Prozent an.
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Charttechnik und das Erbe des CEOs
Diese bullishen Aussagen treffen auf eine Aktie, die noch immer tief gefallen ist. Seit Jahresanfang steht ein Minus von über 11 Prozent zu Buche, und der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von fast 32 Euro ist mit rund 17 Prozent beträchtlich. Ein Unsicherheitsfaktor, der Anleger bisher zögern ließ, ist der bevorstehende Abgang des langjährigen CEOs Rolf Buch zum Jahresende. Dass die Experten die ambitionierten Ziele für 2026 dennoch als realistisch einstufen, ist ein massiver Vertrauensbeweis in die Substanz des Konzerns, unabhängig von der Personalrochade.
Kurzfristig steht nun eine entscheidende Hürde bevor: Der Kurs kämpft mit dem Widerstandsbereich um den 50-Tage-Durchschnitt bei etwa 26,50 Euro. Gelingt hier der Ausbruch, könnte der Weg in Richtung 30 Euro frei sein. Für Anleger beginnt nun das Warten auf den 19. März 2026 – den Tag der Jahreszahlen, den JPMorgan als primären Katalysator für die Neubewertung identifiziert hat.
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