Volkswagen Aktie: Strategischer Befreiungsschlag?
29.11.2025 - 03:10:32Volkswagen vollzieht strategische Neuausrichtung mit neuem Strategiechef Ludwig Fazel. Trotz starkem EU-Absatzwachstum und Kostensenkungen in China bleibt die Aktie unter Druck.
Personalbeben in Wolfsburg: Mitten in einer entscheidenden Marktphase baut Volkswagen die Kommandozentrale um. Während die Verkaufszahlen in Europa überraschend stark anziehen und die E-Auto-Nachfrage explodiert, setzt CEO Oliver Blume ein klares Signal für die Zukunft. Doch reicht der neue Mann an der Strategie-Spitze und der radikale Sparkurs in China aus, um die Aktie dauerhaft aus der Defensive zu holen?
Neuer Architekt für die Zukunft
Der Zeitpunkt ist kein Zufall. Ab dem 1. Dezember übernimmt Ludwig Fazel das Ruder der Konzernstrategie. Er folgt auf Stefan Weckbach und bringt genau das Profil mit, das Investoren jetzt sehen wollen: Eine Mischung aus operativer Härte und strategischem Weitblick. Als ehemaliger COO von Volkswagen Group Components und langjähriger Roland-Berger-Berater gilt Fazel als Mann, der nicht nur Konzepte entwirft, sondern sie auch im komplexen globalen Produktionsnetzwerk durchsetzen kann.
Seine bisherige Bilanz lässt aufhorchen: Fazel etablierte erfolgreich den Verkauf von VW-Plattformen an Externe wie Ford. Genau diese Offenheit und Effizienzsteigerung braucht der Konzern jetzt dringend.
Das sind die aktuellen Treiber im Überblick:
- Führungswechsel: Ludwig Fazel wird neuer Strategiechef und berichtet direkt an CEO Blume.
- Absatz-Überraschung: EU-Zulassungen steigen um 6,5 %, Marktanteil stabil bei 28,3 %.
- China-Durchbruch: Entwicklungskosten für neue E-Modelle sinken um bis zu 50 %.
- Versorgungssicherheit: Keine Engpässe bei Chips, im Gegensatz zur Konkurrenz.
Licht und Schatten beim Absatz
Die operativen Zahlen untermauern die Hoffnung auf eine Wende. Während viele Kritiker den Abgesang auf die deutsche Autoindustrie anstimmten, liefert Volkswagen: Ein Plus von 6,5 Prozent bei den Neuzulassungen im Oktober ist ein starkes Statement. Besonders die E-Mobilität erlebt ein Comeback, mit einem sprunghaften Anstieg des EU-Marktes für Stromer um fast 39 Prozent.
Doch der Blick ins Detail offenbart eine Zweiklassengesellschaft im Konzern. Während die junge Marke Cupra mit einem Zuwachs von über 26 Prozent triumphiert und Skoda solide wächst, sorgen die Premium-Töchter für Kopfzerbrechen. Besonders der Einbruch bei Porsche (-26,3 %) wiegt schwer.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Die Aktie spiegelt diese Gemengelage wider. Zwar liegt das Papier seit Jahresanfang mit gut 12 Prozent im Plus, doch der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von knapp 110 Euro bleibt spürbar. Der aktuelle RSI von 27,8 deutet allerdings auf eine stark überverkaufte Situation hin – für antizyklische Anleger oft ein spannendes Signal.
China: Die Kosten müssen runter
Der wohl wichtigste Hebel für die künftige Profitabilität liegt jedoch in Fernost. Mit der Strategie “In China for China” geht VW in die Offensive gegen die lokale Billig-Konkurrenz. Das neue Testzentrum in Hefei ist dabei mehr als nur Beton und Glas: Es ist der Schlüssel zur Wettbewerbsfähigkeit. Durch die vollständige Entwicklung vor Ort sollen die Kosten für neue E-Modelle halbiert und die Entwicklungszeit um ein Drittel gekürzt werden.
Gleichzeitig beweist das Management Weitsicht bei der Logistik. Während Wettbewerber erneut über fehlende Nexperia-Chips klagen, hat VW vorgesorgt. Die Lektionen aus der Corona-Pandemie wurden gelernt, die Bänder laufen weiter. Ob der neue Strategiechef Fazel diese operative Stabilität nun in einen nachhaltigen Aufwärtstrend für den Aktienkurs verwandeln kann, werden die nächsten Quartalszahlen zeigen müssen. Die Basis dafür ist gelegt.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 29. November liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 29. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


