Verizon-Störung, Netz

Verizon-Störung: Netz zurück, Betrugswelle droht

15.01.2026 - 11:04:12

Nach dem landesweiten Mobilfunkausfall warnt die Cybersecurity-Branche vor einer Flut betrügerischer Nachrichten, die Verizons Entschädigungsversprechen ausnutzen. Nutzer sollten auf automatische Gutschriften warten.

Nach einem landesweiten Ausfall warnt die Cybersecurity-Branche vor einer Flut von Phishing-Angriffen, die das Versprechen auf Gutschriften ausnutzen. Millionen Kunden sind betroffen.

Verizon hat nach einem massiven Netzausfall am Mittwoch den Dienst für Millionen Kunden in den USA wiederhergestellt. Doch während die Techniker die Störung behoben haben, zeichnet sich bereits die nächste Krise ab: Cybersecurity-Experten warnen eindringlich vor einer erwarteten Welle von Betrugsversuchen. Auslöser ist die Ankündigung des Telekommunikationsriesen, betroffenen Nutzern Kontogutschriften zu gewähren – ein verlockender Köder für Kriminelle.

Der Ausfall und die Lösung

Die Störung begann am Mittwochnachmittag (Ortszeit) und legte für Stunden den Mobilfunk lahm. Über 1,5 Millionen Nutzer meldeten Probleme, von New York bis Los Angeles. Viele Smartphones zeigten nur noch den „SOS“-Modus an, der lediglich Notrufe zulässt. Bis zum späten Abend gab Verizon Entwarnung: Die Technikteams hätten das Problem behoben. Das Unternehmen entschuldigte sich für die „erhebliche Unannehmlichkeit“ und riet betroffenen Kunden, ihre Geräte neu zu starten.

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Gutschriften als Einfallstor für Betrüger

Zur Wiedergutmachung kündigte Verizon an, „Account Credits“ an betroffene Kunden auszuzahlen. Die Details sollen in den kommenden Tagen folgen. Genau diese Ankündigung bereitet Sicherheitsexperten nun Kopfzerbrechen. Sie schafft den perfekten Nährboden für Social-Engineering-Angriffe. Kriminelle nutzen solche öffentlichen Versprechen regelmäßig als Vorwand für betrügerische Nachrichten.

Die Befürchtung: Betrüger werden SMS oder E-Mails verschicken, die offiziell von Verizon zu stammen scheinen. Darin werden Nutzer aufgefordert, über einen Link ihre Gutschrift zu „beanspruchen“ oder ihr Konto zu „verifizieren“. In Wahrheit landen sie auf gefälschten Login-Seiten, die Zugangsdaten und persönliche Informationen abgreifen.

Analyse der Phishing-Gefahr

Nach solch prominenten Störungen ist die Gefahr von „Smishing“-Attacken – also Phishing per SMS – besonders hoch. Die Betrugsnachrichten arbeiten oft mit Dringlichkeit oder finanziellen Verlockungen, um die Vorsicht der Opfer zu umgehen. Bereits während des Ausfalls meldeten Nutzer in sozialen Netzwerken verdächtige SMS über angebliche „Leitungsübertragungen“.

Cybersecurity-Firmen betonen: Seriöse Anbieter wie Verizon bitten Kunden niemals per Link, eine pauschale Gutschrift zu beantragen. Derartige Vergütungen werden in der Regel automatisch im nächsten Abrechnungszyklus gutgeschrieben.

Regulierungsbehörden schalten sich ein

Der Vorfall hat auch die Aufsichtsbehörden auf den Plan gerufen. Ein Abgeordneter des Bundesstaats New York forderte die US-Regulierungsbehörde FCC auf, eine Untersuchung einzuleiten. Er verwies auf die erhebliche Gefahr für die öffentliche Sicherheit durch unterbrochene Kommunikationswege. FCC-Chef Brendan Carr bestätigte, die Kommission werde den Vorfall prüfen, um Ursache und Ausmaß der Störung zu ermitteln.

So schützen Sie sich

Während Kunden auf offizielle Informationen zu den Gutschriften warten, raten Sicherheitsexperten zu erhöhter Wachsamkeit:

  • Keine Links anklicken: Seien Sie skeptisch bei allen Nachrichten, die eine Erstattung versprechen und sofortiges Handeln verlangen.
  • Offizielle Kanäle nutzen: Melden Sie sich direkt in der My Verizon-App oder auf der offiziellen Website an, um nach Mitteilungen zu suchen.
  • Auf automatische Gutschrift warten: In den meisten Fällen werden Vergütungen automatisch auf der Rechnung verrechnet.
  • Verdächtiges melden: Verdächtige SMS können oft durch Weiterleitung an eine Kurzwahl (häufig 7726) gemeldet werden.

Das Netz ist wieder online, doch der Kampf um die Sicherheit der Kundendaten beginnt erst. Während Verizon seine Wiedergutmachung organisiert, liegt es an den Nutzern, echte Entschädigung von digitaler Täuschung zu unterscheiden.

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