Unilever, Aktie

Unilever Aktie: Skepsis wächst

08.01.2026 - 21:45:31

Trotz fortgesetzter Portfoliobereinigung fällt die Unilever-Aktie auf ein Jahrestief. Analysten zweifeln an der kurzfristigen Wirksamkeit der Strategie und stufen das Papier ab.

Der Konsumgüterriese Unilever treibt seinen Konzernumbau voran, doch an der Börse verpuffen die Nachrichten bisher. Während das Unternehmen weitere Desinvestitionen tätigt, rutscht der Aktienkurs auf ein neues 52-Wochen-Tief. Analysten reagieren zunehmend zurückhaltend und zweifeln an einer schnellen Wirksamkeit der strategischen Maßnahmen.

Verkauf der Tee-Sparte in Indonesien

Unilever setzt die Bereinigung seines Portfolios konsequent fort. Die indonesische Tochtergesellschaft (Unilever Indonesia) hat den Verkauf ihres lokalen Teegeschäfts unter der Marke SariWangi vereinbart. Käufer ist Savoria Kreasi Rasa, der Kaufpreis beläuft sich auf 1,5 Billionen Rupiah (rund 89,45 Millionen US-Dollar).

Der Abschluss der Transaktion ist für den 2. März 2026 geplant. Dieser Schritt folgt der Logik, sich von wachstumsschwächeren Bereichen zu trennen, um Ressourcen auf profitablere Kernkategorien zu konzentrieren. Ähnlich wie bei der großen Abspaltung der Eiscreme-Sparte steht die Optimierung der Margen im Vordergrund.

Analysten stufen ab

Trotz dieser operativen Fortschritte wächst an der Wall Street die Vorsicht. BNP Paribas Exane senkte das Rating für die Aktie von „Outperform“ auf „Neutral“ und reduzierte das Kursziel auf 71 US-Dollar. Die Experten signalisieren damit, dass das kurzfristige Aufwärtspotenzial durch den Umbau bereits eingepreist sein dürfte oder die Risiken bei der Umsetzung überwiegen.

Auch Jefferies bestätigte gestern die Einstufung „Underperform“. Zwar hoben die Analysten das Kursziel leicht auf 4.100 Pence an, verwiesen jedoch auf anhaltende Risiken für die Bewertung. Sorgen bereiten insbesondere der Druck auf die operativen Margen und die Befürchtung, dass die Vorteile des Spin-offs der Eiscreme-Sparte (Magnum) durch andere Belastungen neutralisiert werden könnten.

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Korrektur der Stimmrechte und Kursverlauf

Parallel zu den strategischen Nachrichten veröffentlichte Unilever heute eine formale Korrektur der Stimmrechtsanteile. Die tatsächliche Anzahl der stimmberechtigten Aktien zum Jahresende 2025 beläuft sich auf 2.180.690.335. Dies ist zwar ein rein administrativer Vorgang, für institutionelle Investoren jedoch relevant für die Berechnung von Meldeschwellen.

Die Aktie selbst notiert weiterhin im Abwärtstrend und testete zuletzt den Bereich um 4.629 Pence – ein neues Jahrestief. Die bilanzielle Behandlung der Eiscreme-Sparte als „nicht fortgeführtes Geschäft“ erschwert derzeit die Analyse der Finanzkennzahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025, was viele Investoren an der Seitenlinie hält.

Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird die Veröffentlichung der Quartalszahlen im Februar sein. Anleger erwarten dann konkrete Belege dafür, ob der Portfolio-Umbau das Volumenwachstum tatsächlich wieder ankurbeln kann.

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