TKMS, Aktie

TKMS Aktie: Offensive trifft Gegenwind

21.01.2026 - 08:36:33

TKMS intensiviert Bemühungen um kanadischen U-Boot-Deal, doch der Aktienkurs leidet unter geopolitischen Spannungen, Sektor-Konkurrenz und Gewinnmitnahmen.

Während CEO Oliver Burkhard eine technologische Charmeoffensive startet, um den kanadischen Milliarden-Auftrag zu sichern, treten Anleger auf die Bremse. Die TKMS-Aktie musste am Dienstag Federn lassen, obwohl die operative Strategie an Schärfe gewinnt. Drücken hier nur Gewinnmitnahmen auf den Kurs oder braut sich fundamentaler Ärger zusammen?

  • Strategie-Update: Neues Industriepaket soll kanadischen 10-Milliarden-Euro-Deal sichern.
  • Belastungsfaktoren: Konkurrenz-IPO und US-Zoll-Drohungen verunsichern den Sektor.
  • Kursreaktion: Aktie korrigiert nach starker Rallye auf 95,90 Euro.

Kanadas Milliarden im Visier

Das Management erhöht den Einsatz im Ringen um das „Canadian Patrol Submarine Project“. Um den südkoreanischen Rivalen Hanwha Ocean auszustechen, bietet TKMS der Regierung in Ottawa weit mehr als nur U-Boote der Klasse 212CD. Das neu geschnürte „Offset-Paket“ umfasst Technologie-Transfers in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Batterietechnologie sowie Investitionen in den kanadischen Bergbau.

Ziel ist es, lokale Wertschöpfung zu garantieren und sich als langfristiger Industriepartner zu positionieren. CEO Burkhard plant für März 2026 eine Reise nach Kanada, um die Details zu finalisieren. Die Entscheidung über das geschätzte Auftragsvolumen von zehn Milliarden Euro wird im laufe des Jahres erwartet.

Warum der Kurs bröckelt

Trotz dieser ambitionierten Pläne gab der Kurs am Dienstag nach und schloss bei 95,90 Euro. Marktbeobachter sehen hierfür einen toxischen Mix aus drei externen Faktoren:

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  1. Kapitalabfluss: Der angekündigte Börsengang der Czechoslovak Group (CSG) in Amsterdam zieht Aufmerksamkeit und Liquidität aus dem Sektor ab. Investoren schichten Gelder um, was etablierte Werte kurzzeitig belastet.
  2. Geopolitik: Die Drohung von US-Präsident Trump, ab Februar Strafzölle von 10 % gegen europäische Länder zu verhängen, drückt auf die Stimmung. Auslöser sind Spannungen um Grönland, die exportorientierte Rüstungswerte nervös machen.
  3. Gewinnmitnahmen: Nach einem beeindruckenden Lauf von über 38 % seit Jahresanfang nutzen viele Anleger die unsichere Nachrichtenlage, um Kasse zu machen. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch bei 99,60 Euro beträgt mittlerweile knapp 4 %.

Der Blick nach vorn

Für die weitere Entwicklung ist das erste Quartal entscheidend. Der März könnte sich als Schlüsselmonat erweisen: Neben der Kanada-Reise steht auch die Entscheidung über den indischen U-Boot-Auftrag (Projekt 75I) an. Sollte TKMS hier Erfolge vermelden, dürfte der aktuelle Rücksetzer schnell vergessen sein.

Kurzfristig richten sich die Augen auf die technische Unterstützung im Bereich von 94 bis 95 Euro. Hält diese Zone nicht, droht eine Ausweitung der Korrektur in Richtung 90 Euro. Gelingt jedoch die Stabilisierung, bleibt der Aufwärtstrend intakt, solange die politischen Störfeuer nicht an Intensität zunehmen.

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