Telekom verschärft Sicherheit massiv
28.11.2025 - 10:10:11Die Deutsche Telekom führt biometrische Identitätsprüfungen und Echtzeit-Geräteüberwachung ein, um SIM-Swapping und Handy-Hehlerei zu bekämpfen. Die Maßnahmen gelten bundesweit in allen Shops.
Die Deutsche Telekom dreht ab sofort die Sicherheitsschraube an. Biometrische Checks und Echtzeit-Datenabgleiche sollen Identitätsdiebstahl und Handy-Hehlerei den Riegel vorschieben.
Angesichts steigender Cyberkriminalität und neuer EU-Sicherheitsrichtlinien (NIS2) reagiert der Konzern mit einem umfassenden Maßnahmenpaket. Die neuen Protokolle gelten bundesweit – sowohl online als auch in allen Telekom-Shops und Partnerfilialen.
„Wir schließen die Lücken, die Kriminelle bisher für SIM-Swapping und Subventionsbetrug genutzt haben”, erklärt ein Sprecher der Telekom-Sicherheitsparte in Bonn. Die Offensive zielt auf zwei zentrale Angriffsvektoren: den Diebstahl digitaler Identitäten und den illegalen Weiterverkauf gestohlener Smartphones.
Biometrie wird Pflicht
Der spürbarste Einschnitt betrifft die Legitimationsprüfung. Eine einfache Ausweiskopie? Reicht künftig nicht mehr aus.
Bei Vertragsabschlüssen und sensiblen Datenänderungen setzt die Telekom nun auf:
- Nect-Wallet & Selfie-Ident: Kunden scannen ihren Ausweis per App und nehmen ein kurzes Selfie-Video auf. KI prüft dabei Sicherheitsmerkmale wie Hologramme und gleicht das Gesicht biometrisch ab
- eID-Auslesung im Shop: Die elektronische Funktion des Personalausweises wird stärker genutzt, um gefälschte Dokumente sofort zu entlarven
Diese Maßnahmen zielen direkt auf SIM-Swapping ab. Dabei erschleichen sich Kriminelle unter fremdem Namen eine Zweit-SIM-Karte, um Zwei-Faktor-Authentifizierungen beim Online-Banking abzufangen. Kein Wunder also, dass die Telekom hier massiv nachrüstet.
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IMEI-Blacklist stoppt Hehlerware
Hochwertige Smartphones sind beliebte Diebesbeute. Um den Markt für gestohlene Geräte auszutrocknen, führt die Telekom bei Trade-In-Programmen und Geräte-Ankäufen automatisierte Echtzeit-Checks ein.
Die IMEI-Nummer jedes angebotenen Geräts wird sofort gegen die internationale GSMA-Datenbank gestohlener Geräte abgeglichen. Meldet die Datenbank einen Treffer, blockiert das System den Ankauf automatisch.
Bei verdächtigen Häufungen markiert das System die Daten automatisch zur Weitergabe an Ermittlungsbehörden. Die Zusammenarbeit mit der Polizei soll so deutlich beschleunigt werden.
NIS2 setzt Provider unter Druck
Die Verschärfung kommt nicht von ungefähr. Im November 2025 hat der Bundestag die NIS2-Richtlinie (Network and Information Security) in nationales Recht umgesetzt. Sie verpflichtet Betreiber kritischer Infrastrukturen – darunter Telekommunikationsanbieter – zu strengeren Risikomanagementmaßnahmen.
„Die Telekommunikationsbranche steht unter enormem Druck, ihre ‚Eingangstüren’ besser zu sichern”, analysiert Dr. Markus Weber, IT-Sicherheitsberater in Frankfurt. „Identitätsdiebstahl ist nicht mehr nur ein Ärgernis für den Kunden, sondern ein systemisches Risiko, für das die Provider zunehmend haftbar gemacht werden könnten.”
KI als digitaler Wachhund
Die aktuellen Maßnahmen sind erst der Anfang. Brancheninsider erwarten, dass die Telekom in den kommenden Monaten weitere Tools ausrollt, die auf Agentic AI basieren. Diese autonomen KI-Agenten überwachen Netzwerkverkehr auf Anomalien, bevor ein menschlicher Analyst diese bemerkt.
Für Kunden bedeutet das: Ein Vertragsschluss dauert künftig zwei Minuten länger und erfordert ein kurzes Video-Selfie. Dafür erreicht die Sicherheit der digitalen Identität ein Niveau, das in Zeiten steigender Cyberkriminalität unverzichtbar geworden ist.
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