Telekom: „Im besten Netz“ jetzt auf jedem Smartphone
23.01.2026 - 11:39:12Deutsche Telekom ersetzt den Netzwerknamen auf Millionen Handy-Bildschirmen durch den Werbeslogan „Im besten Netz“. Die unangekündigte Änderung ist der Startschuss für eine großangelegte Marketing-Offensive.
Seit Mittwoch blicken Millionen Handynutzer auf einen ungewohnten Anblick: Statt „Telekom.de“ steht nun der Werbespruch „Im besten Netz“ in der Statusleiste. Dieser stillschweigend eingespielte Update markiert eine strategische Wende. Der Konzern verwandelt die funktionale Netzwerkanzeige in eine permanente Werbefläche direkt auf dem Kundengerät.
Die Änderung ist kein technischer Fehler, sondern der digitale Speerspitze der neuen Kampagne „Besser im besten Netz“. Über einen „silenten“ Carrier-Update wurde der Slogan auf kompatible Smartphones übertragen – ohne dass Nutzer zustimmen mussten. Vor allem Besitzer neuerer Modelle sehen den neuen Text. Ältere SIM-Karten oder bestimmte Hersteller wie Xiaomi zeigen teilweise noch den alten Namen an.
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Das Ziel ist klar: Die abstrakte Netzqualität soll emotional und allgegenwärtig erlebbar werden. „Indem wir den Anspruch direkt auf das persönlichste Gerät der Nutzer bringen, schaffen wir eine konstante unterbewusste Wertvermittlung“, so die Marketing-Strategen. Unterstützt wird die Aktion durch eine breit angelegte Werbeoffensive mit TV-Spots und einer neuen Soundmarke.
Getestet und für gut befunden
Der selbstbewusste Slogan ist nicht aus der Luft gegriffen. Er stützt sich auf jüngste Siege in unabhängigen Netzvergleichen. Im „Imtest-Netztest 2025“ und weiteren Benchmarks Ende letzten Jahres sicherte sich die Telekom durchgängig den Spitzenplatz vor Vodafone und O2/Telefónica.
Bewertet wurde die 5G-Verfügbarkeit, Sprachqualität und Datenübertragung besonders positiv. Mit der Note „sehr gut“ (1,35) dominierte der Bonner Konzern vor allem in den Kategorien Stabilität und Streaming-Qualität. Die Bildschirm-Änderung bringt diese Testergebnisse nun direkt in die Blickrichtung der Kunden – ganz ohne klassische Werbung.
Verwirrung und technische Tücken
Die überraschende Umstellung sorgt für gemischte Reaktionen. Während einige Nutzer die Neuerung begrüßen, melden sich in Foren verunsicherte Kunden. Sie fürchten, ihr Gerät sei in ein fremdes Netz gewechselt oder kompromittiert worden. Der Kundendienst beruhigt: Es handle sich um eine rein kosmetische Änderung ohne Auswirkung auf Abrechnung oder Funktionalität.
Usability-Experten kritisieren praktische Probleme. Auf Geräten mit begrenztem Platz oder „Notch“-Design kann der längere Text „Im besten Netz“ zum Scrollen der Statusleiste führen. Diese Bewegung wird von manchen als visuell störend empfunden. Im Auslandsroaming schaltet die Anzeige automatisch auf den lokalen Partnernamen um, um Verwirrung über Gebühren zu vermeiden.
Ambitionierte Ziele und milliardenschwere Investitionen
Hinter der Kampagne stehen massive Infrastruktur-Ausbaupläne. Für 2026 hat die Telekom angekündigt, ihr Glasfasernetz um weitere 2,5 Millionen Haushalte und Unternehmen zu erweitern. Im Vorjahr waren 2,7 Millionen Anschlüsse hinzugekommen.
Das Marketing ist eng mit diesen Investitionen verknüpft. Bei einem geplanten Investitionsvolumen von fast 30 Milliarden Euro bis 2030 steht der Konzern unter Druck, die Ausgaben durch höherwertige Tarife zu refinanzieren. Die sichtbare Premium-Marke auf dem Bildschirm soll den Preisaufschlag im harten Wettbewerb rechtfertigen, in dem Billiganbieter oft die gleiche Infrastruktur nutzen.
Trendsetter für die Branche?
Branchenbeobachter sehen in dem Schritt einen möglichen Trend. Wenn erfolgreich, könnten Netzbetreiber die funktionale Netzwerkanzeige künftig als dynamischen Kommunikationskanal nutzen. Die Telekom könnte die Technik künftig flexibler einsetzen – etwa für Event-Marketing bei Großveranstaltungen wie einer Fußball-EM oder zur Anzeige spezieller Netzwerkzustände.
Bis auf Weiteres bleibt „Im besten Netz“ der Standard auf dem Bildschirm. Für Millionen Deutsche wird der Slogan damit zur ständigen Erinnerung an den Qualitätsanspruch ihres Anbieters – bei jedem Blick auf das Smartphone.
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