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New York Schluss: Schwach - Jobdaten, KI und Krypto verunsichern

05.02.2026 - 22:53:30

Technologieaktien in den USA haben am Donnerstag erneut einen schweren Stand gehabt.

Dieses Mal zogen ihre Verluste zudem auch den überwiegend mit Standardwerten bestückten Wall-Street-Index Dow Jones Industrial US2605661048 nach unten.

Die Verunsicherung rund um Aktien mit Bezug zu Künstlicher Intelligenz (KI) setzte sich fort. Verstärkt wurde sie durch die Ankündigung weiterer massiver Investitionen der Google-Mutter Alphabet im Wettlauf der KI-Entwickler. Im Fokus standen obendrein erneut schwache Daten vom Arbeitsmarkt im Januar. Der kräftige Rückgang des Bitcoin XTTBTCUSDEXS, der kurz vor dem Börsenschluss unter 63.000 Dollar fiel, erhöhte die Nervosität zusätzlich und brachte Druck in den Aktienmarkt.

Der Dow büßte 1,20 Prozent auf 48.908,72 Zähler ein, hatte allerdings am Dienstag ein Rekordhoch erreicht. Der breite S&P 500 US78378X1072 gab um 1,23 Prozent auf 6.798,40 Zähler nach. Der Nasdaq 100 US6311011026 sackte mit minus 1,38 Prozent auf 24.548,69 Punkte auf den tiefsten Stand seit November.

"Die schwachen Arbeitsmarktdaten in den USA sind der deutlichste Ausdruck der K-förmigen Konjunktur", sagte Strategiechef Joachim Klement bei Panmure Liberum. "Während der Technologiesektor boomt, leidet der Rest der Wirtschaft unter höheren Zöllen und mangelnder Nachfrage. Dies führt zu einem scheinbar widersprüchlichen Bild: Das BIP-Wachstum ist solide, der Arbeitsmarkt jedoch schwach", sagte er.

In den USA hatten in der vergangenen Woche weit mehr Menschen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gestellt als erwartet. Tags zuvor hatte bereits der Arbeitsmarktdienstleister ADP schwache Beschäftigungszahlen im Januar aus der US-Privatwirtschaft bekannt gegeben. Nun wird mit Spannung auf den Bericht der Regierung gewartet, der jedoch erst am 11. Februar veröffentlicht wird.

Unternehmensseitig gaben Quartalsbilanzen großer US-Konzerne weiterhin den Takt vor, wobei der Druck auf die Technologiebranche nach wie vor hoch blieb. Bei Alphabet ließ er zwar bis Handelsschluss deutlich nach, doch die allgemeine Sorge, wer zu den Profiteuren oder Verlierern durch KI selbst oder mit Blick auf die kostspieligen Investitionen zählen könnte, hielt sich. Außerdem machte sich der kräftige Rücksetzer der Kryptowährung Bitcoin bei Aktien wie Strategy US5949724083 und Coinbase US19260Q1076 bemerkbar, die gut 17 beziehungsweise 13 Prozent verloren.

Die Alphabet-Aktie US02079K3059, die zeitweise um 8 Prozent abgesackt war, beendete den Tag mit minus 0,5 Prozent. Am Dienstag hatte sie ein Rekordhoch erreicht. Einzig die massive Erhöhung der Investitionen habe verhindert, dass das Papier nach dem erstklassigen Quartalsbericht weiter steigen konnte, glaubt RBC-Analyst Brad Erickson. Bis zu 185 Milliarden Dollar plant der zu den glorreichen Sieben zählende Techgigant auszugeben, wahrscheinlich vor allem für Rechenzentren. Angesichts der jedoch klaren Signale für eine Nachfrage nach KI vertritt Citigroup-Analyst Ronald Josey die Ansicht, "dass Google in Produkte und die Bewältigung von Kapazitätsproblemen investieren sollte".

Qualcomm US7475251036 sackten auf den tiefsten Stand seit April 2025. Aus dem Handel gingen die Anteile des auf die Mobilfunkindustrie ausgerichteten Chipherstellers mit minus 8,5 Prozent. Die globale Knappheit an Memory-Chips dürfte das Geschäft belasten. Amazon US0231351067 verloren 4,4 Prozent. Der Online-Handelsgigant legte nachbörslich Quartalszahlen vor. Die Papiere des Chipherstellers für Elektromobilität, Wolfspeed US9778521024, brachen um knapp 10 Prozent ein. Im laufenden Geschäftsquartal erwartet das Unternehmen im Vergleich zum Vorquartal einen Umsatzrückgang.

Die Pharma-Aktie Bristol-Myers Squibb US1101221083 legte um 3,3 Prozent zu. Sowohl die Umsatzprognose als auch das Gewinnziel für dieses Jahr waren besser als erwartet ausgefallen.

Eli Lilly US5324571083 dagegen büßten 7,8 Prozent ein, nachdem sie tags zuvor nach einem starken Ausblick um etwas mehr als 10 Prozent hochgesprungen waren. Druck war aufgekommen, nachdem Hims & Hers US4330001060 eine günstige Kopie der Wegovy-Pille von Novo Nordisk angekündigt hatte. JPMorgan allerdings schrieb, dass das US-Telemedizinunternehmen damit "eindeutig gegen die US-Arzneimittelvorschriften verstößt" und die US-Gesundheitsbehörde FDA daher eingreifen dürfte. Die Hims-Aktie büßte nach anfänglichen Gewinnen 3,8 Prozent ein./ck/he

--- Von Claudia Müller, dpa-AFX ---

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