New York: Indizes schütteln Anfangsschwäche ab
02.02.2026 - 17:32:13Für einen moderat positiven Impuls sorgten Stimmungsdaten aus der heimischen Industrie. Gefragt waren vor allem Technologieaktien, wogegen der Ausblick des Unterhaltungsriesen Walt Disney US2546871060 auf ein negatives Echo stieß.
Zuletzt notierte der Leitindex Dow Jones Industrial US2605661048 0,93 Prozent höher bei 49.345 Punkten. Für den marktbreiten S&P 500 US78378X1072 ging es um 0,47 Prozent auf 6.972 Punkte hoch. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 US6311011026 gewann 0,72 Prozent auf 25.735 Punkte.
Die Stimmung in der US-Industrie hat sich im Januar merklich verbessert, wie der überraschend deutliche Anstieg des Einkaufsmanagerindex ISM auf einen Wert oberhalb der Wachstumsschwelle von 50 Punkten belegt.
Im Dow zählten der Netzwerk-Ausrüster Cisco US17275R1023 und das IT-Urgestein IBM US4592001014 am Montag mit Gewinnen von je fast drei Prozent zu den besten Werten. Im Nasdaq 100 reihten sich Seagate TechnologyIE00BKVD2N49 sowie die Chiphersteller AMD US0079031078 und Intel US4581401001 mit Kursaufschlägen von vier bis fünf Prozent weit vorne ein.
Oracle US68389X1054-Titel zogen um 1,7 Prozent an. Damit unternahmen sie nach einem monatelangen Abwärtstrend einen weiteren Stabilisierungsversuch. Der Software- und Datenbank-Anbieter will sich im laufenden Jahr 45 bis 50 Milliarden US-Dollar Kapital beschaffen, um das Cloud-Geschäft anzukurbeln.
Die von US-Präsident Donald Trump angestrebte strategische Reserve für Seltene Erden gab der Branche Auftrieb. So verteuerten sich die Anteilsscheine von USA Rare Earth US91733P1075 und Critical Metals VGG2662B1031 um 7,4 beziehungsweise 4,1 Prozent.
Dagegen belastete die Aussicht auf Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran die Ölpreise deutlich. Das bekamen auch die zuletzt recht gut gelaufenen Aktien der Branchengrößen ConocoPhillips US20825C1045, Exxon Mobil US30231G1022 und Chevron US1667641005 mit Kursverlusten von 1,2 bis 1,5 Prozent zu spüren.
Für Walt Disney ging es am Dow-Ende um 4,4 Prozent nach unten. Das Unternehmen litt im vergangenen Quartal unter hohen Werbeausgaben für Kinofilme. Dass der um Sonderposten bereinigte Gewinn je Aktie etwas besser ausfiel als von Experten erwartet, beeindruckte die Anleger ebenso wenig wie der gestiegene Umsatz und der bestätigte Ausblick für ein besseres zweites Geschäftshalbjahr.
Derweil zeichnet sich in der jahrelangen Suche von Disney nach einer geeigneten Nachfolge für den Noch-Konzernchef Bob Iger eine Entscheidung ab. So dürfte der Verwaltungsrat laut Kreisen schon bald Freizeitpark-Spartenchef Josh D'Amaro zum Konzernchef küren. Das Gremium könnte schon in den kommenden Tagen entsprechend abstimmen, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen.

