TCM-Offensive, China

TCM-Offensive: China setzt auf traditionelle Medizin gegen Long-Covid

01.02.2026 - 13:52:12

China modernisiert die Traditionelle Chinesische Medizin mit einem milliardenschweren Programm, um Long-Covid zu bekämpfen. Eine spezielle Fünf-Elemente-Therapie zeigte in Studien vielversprechende Heilungsraten.

Peking baut die Traditionelle Chinesische Medizin zur zentralen Waffe im Kampf gegen postvirale Erschöpfungssyndrome aus. Ein milliardenschweres Modernisierungsprogramm mit neuen Laboren und klinischen Projekten soll internationalen Standards genügen. Hintergrund sind vielversprechende Studienergebnisse zu einer speziellen Fünf-Elemente-Therapie.

Strategische Aufrüstung für das Immunsystem

Die chinesische Gesundheitspolitik vollzieht 2026 eine klare Wende. Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) rückt aus ihrer bisherigen Nebenrolle ins Zentrum der Strategie gegen komplexe Immunerkrankungen. Ein am 29. Januar veröffentlichter Aktionsplan sieht den Aufbau von 13 neuen nationalen Schwerpunktlaboren und über 200 klinischen Kooperationsprojekten vor. Ziel ist die systematische Erforschung und Behandlung von Leiden wie Long-Covid.

Der Plan ist konkret: Bis Ende 2025 waren bereits 31 nationale Innovationszentren entstanden. Für 2026 sind nun 57 neue Initiativen unter dem Dach des „Modernisierungsprojekts TCM“ genehmigt. Ein Schwerpunkt liegt auf der Gründung von 90 neuen TCM-Fachabteilungen, darunter auch für psychische Störungen und Kinderheilkunde – Bereiche, die von Long-Covid-Folgen besonders betroffen sind. Diese institutionelle Aufwertung soll den Export der Therapiekonzepte in internationale Gesundheitssysteme erleichtern, die mit Millionen therapieresistenter Long-Covid-Fälle kämpfen.

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Durchbruch mit der Fünf-Elemente-Regulationstherapie (FERT)

Das Herzstück der neuen Zuversicht ist die Fünf-Elemente-Regulationstherapie (FERT). Eine retrospektive Kohortenstudie des Peking University Third Hospital, veröffentlicht im November 2025, lieferte bahnbrechende Daten. Demnach erreichte FERT bei Post-Covid-Patienten eine klinische Heilungsrate von 61,7 Prozent. In der Kontrollgruppe mit konventioneller TCM lag sie bei nur 21,7 Prozent. Die Gesamtansprechrate betrug fast 89 Prozent.

Der Erfolg basiert auf Individualisierung. Statt eines Einheitsrezepts klassifiziert FERT Long-Covid-Patienten nach der traditionellen Fünf-Elemente-Lehre in fünf Syndrom-Typen: Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Ein „Metall“-Typ leidet vielleicht vorrangig unter Atemproblemen und Traurigkeit, ein „Erde“-Typ unter extremer Erschöpfung und Verdauungsbeschwerden. Diese präzise Einordnung soll es ermöglichen, die Ursache des „Immun-Ungleichgewichts“ zu behandeln und nicht nur Symptome zu unterdrücken. Dieses Konzept prägt nun die neu angekündigten 212 Kooperationsprojekte.

Wirkprinzip: Das Immunsystem umprogrammieren

Die wissenschaftliche Begründung für den Therapieansatz heißt „Immun-Remodeling“ (Immun-Umbau). Forschungen aus Ende 2025 zeigen, dass Long-Covid oft von anhaltenden Entzündungen und einem Ungleichgewicht der T-Helferzellen (Th17/Treg-Verhältnis) angetrieben wird.

Analysen zufolge modulieren TCM-Interventionen wie FERT oder spezifische Kräuterrezepturen (etwa die Qingfei Paidu-Abkochung) genau diese Immunpfade. Wirkstoffe können entzündungsfördernde Botenstoffe wie Interleukin-6 (IL-6) reduzieren und gleichzeitig die Lymphozytenfunktion stärken. Diese Doppelstrategie – Dämpfung überschießender Entzündung bei Stärkung der adaptiven Immunität – gilt als Schlüssel, um das „virale Gespenst“ bei Long-Covid-Patienten zu beseitigen. Eine Studie im Juntendo Medical Journal bestätigte im April 2025, dass die individuelle TCM-Diagnostik besser auf die vielfältigen Long-Covid-Symptome eingehen kann als standardisierte japanische Kampo-Rezepturen.

Hohe Nachfrage treibt die Integration voran

Der Paradigmenwechsel wird nicht nur von der Politik, sondern massiv von den Patienten getrieben. Daten von Medscape (November 2025) zeigen, dass etwa 45 Prozent der Long-Covid-Patienten nach erfolgloser Schulmedizin komplementäre Heilmethoden probierten. Diese hohe Nachfrage unterstreicht den dringenden Bedarf an standardisierten, evidenzbasierten Protokollen.

Die Integration der TCM in die Regelversorgung wird sich 2026 voraussichtlich beschleunigen. Das Modernisierungsprojekt umfasst auch die Entwicklung neuer pädiatrischer TCM-Medikamente, angesichts wachsender Sorgen um Long-Covid bei Kindern. In den kommenden Monaten entstehen hybride Behandlungsprotokolle: Sie kombinieren westliche Diagnostik – zur Messung von Biomarkern wie Mikrogerinnseln – mit therapeutischer TCM-Intervention, um das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen. Für Millionen Betroffene könnte dieser Brückenschlag zwischen alter Weisheit und staatlich geförderter Modernisierung 2026 den Weg zur Besserung ebnen.

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