SPD, Schleswig-Holstein

SPD Schleswig-Holstein will Werkswohnungen fördern

31.01.2026 - 05:31:12

Die SPD Schleswig-Holstein scheitert mit einem Antrag zur Förderung von Werkswohnungen im Landtag. Die Partei sieht darin eine Lösung für Fachkräftemangel und Wohnungsnot, doch die Regierungskoalition lehnt ab.

Die SPD Schleswig-Holstein fordert staatliche Hilfen für Werkswohnungen. Mit dem alten Konzept will die Partei den angespannten Wohnungsmarkt entlasten. Ein entsprechender Antrag scheiterte jedoch im Landtag an den Regierungsfraktionen.

Die Sozialdemokraten sehen in dem Modell eine doppelte Chance: Arbeitnehmer profitieren von günstigem, nahem Wohnraum. Unternehmen könnten im Fachkräftemangel punkten. „Die Wohnungspolitik ist eine der drängendsten sozialen Fragen unserer Zeit“, betont die SPD.

Wohnungsnot treibt die Debatte

Der Vorstoß kommt nicht von ungefähr. Die Lage in Schleswig-Holstein ist dramatisch:
* Bis 2045 werden schätzungsweise 160.000 neue Wohnungen benötigt.
* Der Mieterverband sieht bereits heute eine Lücke von etwa 100.000 Wohnungen.
* Nirgends in Deutschland geben Mieter einen höheren Anteil ihres Einkommens für Miete aus.

Die schwarz-grüne Landesregierung hinkt ihren eigenen Zielen hinterher. Statt der avisierten 15.000 neuen Wohnungen pro Jahr bricht die Zahl der Baugenehmigungen ein – 2023 um satte 30 Prozent. Die SPD wirft der Koalition Versäumnisse vor und kritisiert zu schwache Förderprogramme.

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Ein altes Modell für neue Probleme?

Werkswohnungen waren einst ein verbreitetes Instrument, um Arbeiter an einen Standort zu binden. Die SPD will dieses Prinzip jetzt modernisieren. Durch gezielte Förderungen sollen Unternehmen zum Bau motiviert werden.

Befürworter sehen eine Win-Win-Situation. Doch es gibt auch Bedenken: Schafft das Modell eine zu große Abhängigkeit der Mitarbeiter von ihrem Arbeitgeber?

Warum lehnte die Koalition ab?

Die Ablehnung des Antrags zeigt unterschiedliche Wege in der Wohnungspolitik. Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) verwies auf den bestehenden „Werkzeugkasten“ der Landesförderung. Die SPD setzt hingegen auf direktere staatliche Eingriffe.

Neben Werkswohnungen fordert die Opposition weitere Schritte:
* Die Gründung einer landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft.
* Eine Reform der Landesbauordnung, um Bauvorhaben zu beschleunigen.
* Eine deutliche Erhöhung der Sozialwohnungen, von denen es derzeit nur etwa 46.000 gibt.

Wird der Druck weiter steigen?

Auch wenn der Vorstoß gescheitert ist, bleibt das Thema oben auf der Agenda. Die Debatte hat die Dringlichkeit der Wohnungsnot erneut unterstrichen. Analysten rechnen mit weiter wachsendem Druck auf die Politik.

Könnte die leicht stabilisierte Preisentwicklung am Immobilienmarkt eine Atempause bringen? Der fundamentale Bedarf an neuem Wohnraum bleibt enorm hoch. Die Suche nach Lösungen – ob durch sozialen Wohnungsbau, vereinfachtes Baurecht oder innovative Modelle wie Werkswohnungen – wird die Politik also weiter beschäftigen.

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