SoftBank Aktie: Nächster Milliarden-Deal?
29.01.2026 - 15:18:31Masayoshi Son kennt offenbar keine Grenzen. Nur wenige Wochen nach dem massiven Einstieg bei OpenAI plant SoftBank laut Medienberichten bereits den nächsten gigantischen Schritt. Während der Aktienkurs gestern kurzzeitig profitierte, wachsen die Sorgen um die finanzielle Stabilität des japanischen Tech-Konzerns. Überdehnt der Investor seine Bilanz für die Vorherrschaft bei künstlicher Intelligenz?
- Geplantes Investment: Bis zu 30 Milliarden US-Dollar zusätzlich
- Aktuelle Beteiligung: Bereits 11 Prozent (Kaufpreis: 41 Mrd. USD)
- Warnsignale: Ratingagenturen sehen Kreditrisiken steigen
Laut übereinstimmenden Berichten von Reuters und dem Wall Street Journal verhandelt SoftBank über eine weitere Finanzspritze von bis zu 30 Milliarden US-Dollar für OpenAI. Diese Summe wäre Teil einer breiteren Finanzierungsrunde, die dem ChatGPT-Entwickler insgesamt bis zu 100 Milliarden US-Dollar einbringen und das Unternehmen mit unglaublichen 830 Milliarden US-Dollar bewerten könnte.
Die Diskussionen sind dem Vernehmen nach noch im Fluss, eine endgültige Entscheidung steht aus. SoftBank selbst lehnte eine Stellungnahme zu den Berichten bisher ab.
Risiko für die Bilanz
Die Dimensionen sind gewaltig. Erst im Dezember 2025 schloss SoftBank eine Investition von 41 Milliarden US-Dollar ab und sicherte sich damit elf Prozent an dem KI-Start-up. Eine erneute Aufstockung würde die Abhängigkeit vom Erfolg OpenAIs massiv erhöhen.
Doch die aggressive Strategie hat ihren Preis. S&P Global Ratings warnte bereits Anfang Januar vor Druck auf die Kreditwürdigkeit des Unternehmens, verstärkt durch den Wertverlust der Arm-Aktien Ende letzten Jahres. Experten von Bloomberg Intelligence kalkulieren, dass der Verschuldungsgrad (Loan-to-Value) durch den neuen Deal kritische Marken erreichen könnte. Um die Bilanz stabil zu halten und den Verschuldungsgrad unter 25 Prozent zu drücken, wären voraussichtlich weitere Verkäufe von Vermögenswerten oder neue Kredite in Höhe von mindestens 15 Milliarden US-Dollar nötig.
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Radikaler Umbau des Portfolios
Um den enormen Kapitalbedarf für die KI-Expansion zu decken, räumt SoftBank das Portfolio konsequent um. Die Beteiligung an Nvidia wurde komplett veräußert, Aktien von T-Mobile US abgestoßen. Das freigesetzte Kapital fließt direkt in neue strategische Ziele.
Im vergangenen Jahr erwarb der Konzern bereits den US-Chip-Designer Ampere Computing für 6,5 Milliarden US-Dollar und kündigte die Übernahme der Robotik-Sparte von ABB für 5,4 Milliarden US-Dollar an. Zudem pausierte das Unternehmen Gespräche über den Kauf des Rechenzentrumsbetreibers Switch Inc., um Liquidität für die OpenAI-Pläne vorzuhalten.
Anleger blicken nun auf den 12. Februar 2026. An diesem Datum wird SoftBank die Ergebnisse für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2025 vorlegen. Der Markt erwartet hier nicht nur Zahlen, sondern auch konkrete Aussagen zur Tragfähigkeit dieser hochriskanten Investitionsstrategie.
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