SoftBank, Aktie

SoftBank Aktie: Deal gestoppt

27.01.2026 - 03:45:31

SoftBank hat die Verhandlungen zur Übernahme des US-Rechenzentrenbetreibers Switch pausiert. Der Kursverlust und die Neuausrichtung der KI-Infrastrukturstrategie stehen im Fokus.

SoftBank legt die Verhandlungen über eine der größten geplanten Übernahmen im Rechenzentrumsbereich auf Eis – und der Markt reagiert prompt. Die geplante Übernahme des US-Datenzentrumsbetreibers Switch Inc. im Volumen von rund 50 Milliarden US‑Dollar ist vorerst gestoppt. Im Fokus steht nun die Frage, wie SoftBank seine ambitionierten Pläne für eine globale KI-Infrastruktur ohne diesen Baustein umsetzt.

Kursreaktion und Gründe für die Pause

Die Aktie gab heute in Tokio um rund 4,9 % auf 4.065 Yen nach. Händler verweisen auf die Berichte, wonach SoftBank die Gespräche mit Switch vorläufig ausgesetzt hat.

Als Hauptgründe werden Bedenken über die finanzielle Größenordnung des Deals sowie die Komplexität der Integration des großen US-Infrastrukturproviders genannt. Die Transaktion wäre ein zentraler Baustein der expansiven KI-Strategie gewesen.

Stichpunkte zur aktuellen Lage:

  • Geplantes Volumen: rund 50 Mrd. US‑Dollar für Switch
  • Kursreaktion: SoftBank -4,89 % auf 4.065 Yen
  • Marktkapitalisierung: rund 23,16 Billionen Yen
  • Status: Übernahmegespräche pausiert, Alternativstrukturen im Fokus

Bedeutung für das „Stargate“-Projekt

Die Aussetzung des Switch-Deals ist ein Rückschlag für das „Stargate“-Programm, das Medienberichten zufolge ein Volumen von etwa 500 Milliarden US‑Dollar haben soll. Ziel dieses Großprojekts ist der Aufbau eines weltweiten KI-Infrastrukturnetzwerks, das enorme Rechenkapazitäten für Partner wie OpenAI bereitstellen soll.

Switch mit seinen energieeffizienten Rechenzentren an wichtigen US-Standorten galt dabei als infrastruktureller Kernbaustein. Ohne eine Komplettübernahme muss SoftBank die physische Basis des Projekts neu strukturieren oder stärker auf Partnerschaften setzen.

Switch plant Börsengang

Parallel zur Verhandlungspause richtet Switch den Blick nun offenbar auf den Kapitalmarkt. Der Betreiber von Rechenzentren bereitet laut Berichten einen Börsengang im Jahr 2026 vor. Die Investoren des Unternehmens sollen dabei eine Bewertung von bis zu 60 Milliarden US‑Dollar anpeilen.

Zwischen SoftBank und Switch sollen die Gespräche jedoch nicht abgebrochen sein. Statt einer Vollübernahme stehen nun Alternativen im Raum:

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  • Minderheitsbeteiligung von SoftBank an Switch
  • Strategische Partnerschaft zur Sicherung von Rechenzentrums-Kapazitäten

Damit könnte SoftBank weiterhin auf die Infrastruktur von Switch zugreifen, ohne die Bilanz mit einem kompletten Kauf in dieser Größenordnung zu belasten.

Portfolio-Umbau zur Finanzierung der KI-Offensive

Die Entwicklungen rund um Switch fallen in eine Phase intensiver Portfolio-Umschichtungen bei SoftBank. Um die KI-Offensive zu finanzieren – darunter eine Beteiligung an OpenAI Ende 2025 – verkauft der Konzern umfangreiche Beteiligungen.

Zu den jüngsten Schritten zählen:

  • Vollständiger Ausstieg aus dem Chipkonzern Nvidia
  • Verkauf von Aktien an T-Mobile US zur Erhöhung der Liquidität

Gleichzeitig treibt SoftBank andere Infrastruktur-Transaktionen voran. So wurde kürzlich eine verbindliche Vereinbarung zur vollständigen Übernahme der DigitalBridge Group Inc. für rund 4 Milliarden US‑Dollar bekanntgegeben. DigitalBridge ist ein globaler Vermögensverwalter mit Fokus auf digitale und KI-Infrastruktur und soll die Fähigkeiten von SoftBank in diesem Bereich deutlich ausbauen.

Ausblick: KI-Strategie mit angepasster Infrastruktur

SoftBank überprüft derzeit die ursprüngliche Infrastrukturplanung des „Stargate“-Projekts, setzt aber gleichzeitig auf alternative Wege wie die DigitalBridge-Übernahme und mögliche Partnerschaften mit Switch. Entscheidend wird sein, wie konsequent der Konzern den Spagat zwischen Kapitaldisziplin und dem zügigen Ausbau von KI-Infrastruktur schafft – insbesondere mit Blick auf die ab 2026 anvisierten Projekte und Kapazitätserweiterungen.

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