Smartphone-Preise steigen 2026 durch KI-Boom deutlich
18.01.2026 - 04:12:12Smartphones werden 2026 weltweit deutlich teurer. Grund ist eine beispiellose Knappheit an Speicherchips, die durch den massiven Bedarf der Künstlichen-Intelligenz-Industrie ausgelöst wird. Diese Entwicklung trifft alle Marktsegmente – vom Einsteiger- bis zum Topmodell.
Das Herz des Problems schlägt in den Rechenzentren der Tech-Giganten. Der Hype um KI hat einen unstillbaren Hunger nach speziellen Hochleistungsspeichern entfacht. Hersteller wie Samsung und SK Hynix produzieren daher vorrangig teure High-Bandwidth-Memory-Chips (HBM) für Server, anstatt der LPDDR- und NAND-Speicher für Smartphones. Diese strategische Neuausrichtung führt zu einem dramatischen Engpass.
Die Folgen sind bereits spürbar: Die Preise für Mobil-RAM sind um über 70 Prozent gestiegen, NAND-Speicher hat sich nahezu verdoppelt. Im ersten Quartal 2026 könnten die Vertragspreise für DRAM um bis zu 60 Prozent zulegen. Der Anteil der Speicherkosten an den Gesamtkosten eines Smartphones hat sich bei einigen Topmodellen bereits von 10-15 auf über 20 Prozent erhöht.
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Jeder Marktbereich ist betroffen – Einsteiger trifft es am härtesten
Die Preisschockwellen erreichen jede Preiskategorie, doch besonders hart wird es den Einsteigermarkt treffen. Bei Geräten unter 200 Euro könnten die Produktionskosten um 20 bis 30 Prozent steigen. Die Hersteller stehen vor einer schwierigen Wahl: Sie müssen die Preise erhöhen, das Angebot reduzieren oder zur „Spezifikations-Schrumpflation“ greifen. Das bedeutet: Neue Modelle könnten weniger Arbeitsspeicher oder langsamere Komponenten erhalten als ihre Vorgänger, nur um die Preisklasse zu halten. Ein Rückfall auf nur 4 GB RAM in Einsteigergeräten ist möglich.
Doch auch die Mittelklasse und Premium-Smartphones bleiben nicht verschont. Hier liegen die Kostensteigerungen bei 10 bis 15 Prozent. Selbst Marktführer wie Apple und Samsung spüren den Druck. Apple-Manager verhandeln laut Berichten direkt mit Zulieferern, und Samsung hat öffentlich über mögliche Preisanpassungen gesprochen. Analysten erwarten für 2026 einen durchschnittlichen Preisanstieg bei Smartphones von fast sieben Prozent.
Struktureller Wandel beendet Ära fallender Elektronikpreise
Anders als bei früheren Lieferkettenproblemen handelt es sich hier nicht um eine vorübergehende Störung. Experten sehen einen langfristigen, strukturellen Wandel. Die lukrative und nachhaltige Nachfrage aus dem KI-Sektor gibt den Chip-Herstellern einen starken Anreiz, weiterhin auf Enterprise-Produkte zu setzen. Die Machtbalance hat sich verschoben: Ein Verkäufermarkt entsteht, in dem Smartphone-Hersteller weniger Verhandlungsmacht haben.
„Marken bleiben nur zwei Optionen: die Preise erhöhen oder die Gerätespezifikationen reduzieren“, brachte es Carl Pei, Gründer des Herstellers Nothing, kürzlich auf den Punkt. Diese Einschätzung teilt die gesamte Branche. Auch PC-Hersteller wie Dell und HP warnen bereits vor Preiserhöhungen von 15 bis 20 Prozent. Die Ära stetig sinkender Preise für leistungsstarke Unterhaltungselektronik scheint vorbei zu sein.
Keine Entspannung in Sicht – Weniger Auswahl, höhere Preise
Verbraucher, die auf fallende Preise hoffen, müssen sich gedulden. Eine baldige Entspannung ist nicht in Sicht. Zwar investieren Speicherhersteller in neue Fabriken, doch deren Bau und Inbetriebnahme dauert Jahre. Die meisten Prognosen gehen davon aus, dass die angespannte Lage bis 2026 und möglicherweise bis 2027 anhalten wird, bevor neue Kapazitäten den Markt wieder ins Gleichgewicht bringen können.
In der Zwischenzeit muss sich der Smartphone-Markt anpassen. Die Prognosen für die globalen Auslieferungszahlen wurden nach unten korrigiert; für 2026 wird nun ein Rückgang von bis zu 2,1 Prozent erwartet. Für Verbraucher bedeutet das konkret: Weniger Auswahl im Budget-Segment, potenziell geringere Speicher-Upgrades bei neuen Modellen und insgesamt höhere Preise für die Alltagsgeräte, die aus dem modernen Leben nicht mehr wegzudenken sind.
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