Sivananda Yoga: Die Rishikesh-Reihe für Körper und Geist
03.02.2026 - 03:39:11Die klassische Rishikesh-Reihe ist das Herzstück des Sivananda Yoga. Diese strukturierte Abfolge von zwölf Grundhaltungen verspricht mehr als nur körperliche Fitness – sie soll den gesamten Organismus harmonisieren.
Entwickelt wurde das System von Swami Sivananda, einem Arzt, der später zum spirituellen Lehrer wurde. Sein ganzheitlicher Ansatz ruht auf fünf Säulen:
* Richtige Körperübungen (Asanas)
* Richtige Atmung (Pranayama)
* Richtige Entspannung (Savasana)
* Richtige, vegetarische Ernährung
* Positives Denken und Meditation
Die körperliche Praxis folgt dabei einem klaren, 90-minütigen Ablauf.
So wirkt die systematische Asana-Abfolge
Eine Stunde beginnt mit Entspannung und Atemübungen wie dem Feueratem. Es folgt der dynamische Sonnengruß zum Aufwärmen. Danach startet die eigentliche Rishikesh-Reihe mit diesen zwölf Haupt-Asanas:
- Kopfstand (Sirshasana)
- Schulterstand (Sarvangasana)
- Pflug (Halasana)
- Fisch (Matsyasana)
- Sitzende Vorwärtsbeuge (Paschimottanasana)
- Kobra (Bhujangasana)
- Heuschrecke (Salabhasana)
- Bogen (Dhanurasana)
- Drehsitz (Ardha Matsyendrasana)
- Krähe (Kakasana) oder Pfau (Mayurasana)
- Stehende Vorwärtsbeuge (Pada Hasthasana)
- Dreieck (Trikonasana)
Jede Haltung wird für einige Atemzüge gehalten. Der Clou: Die Asanas bauen systematisch aufeinander auf oder wirken ausgleichend. Auf die intensive Rückbeuge im Fisch folgt logischerweise die Dehnung der Körperrückseite in der Vorwärtsbeuge.
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Warum diese Reihenfolge so klug ist
Swami Sivananda konstruierte die Sequenz aus medizinischer Perspektive. Sie bewegt die Wirbelsäule in alle Richtungen und spricht so den gesamten Körper an. Das Ergebnis ist eine umfassende „Schmierung“ der Gelenke und Kräftigung der Muskulatur.
Die Wirkung geht aber tiefer. Umkehrhaltungen wie der Kopfstand fördern die Durchblutung des Gehirns. Rückbeugen wirken belebend, Vorwärtsbeugen beruhigend. Drehungen massieren die inneren Organe. Die präzise Ausführung kombiniert mit dem Fokus auf den Atem schult zudem die Achtsamkeit und soll geistige Klarheit bringen.
Vom Himalaya in die ganze Welt
Den Namen verdankt die Reihe der indischen Stadt Rishikesh am Fuße des Himalayas, Sivanandas Wirkungsstätte. Sein Schüler Swami Vishnudevananda systematisierte die Lehre und brachte sie 1957 in den Westen. Er gründete weltweit Zentren und machte die Prinzipien einem breiten Publikum zugänglich.
Der Begriff „Rishikesh-Reihe“ selbst wurde wahrscheinlich vom belgischen Yogalehrer André van Lysebeth geprägt. Heute ist die Abfolge eine der weltweit am meisten geübten – mal unter diesem Namen, mal als „Sivananda Basic Class“.
In unserer hektischen Zeit bietet die klare, unveränderliche Struktur einen wertvollen Anker. Sie erfordert keine teure Ausrüstung und ist für verschiedene Fitnesslevel anpassbar. Der Fokus liegt nicht auf akrobatischer Perfektion, sondern auf der inneren Erfahrung.
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