Shell Aktie: Kosten explodieren?
09.01.2026 - 14:36:30Der Energie-Riese Shell hat Anleger mit einem ernüchternden Update für das vierte Quartal 2025 enttäuscht. Vor allem die Chemie-Sparte und das sonst so profitable Handelsgeschäft sorgen für trübe Aussichten und belasten die Stimmung. Die Sorgen um die Profitabilität werfen nun Fragen bezüglich der geplanten Ausschüttungen an die Aktionäre auf.
Chemie-Geschäft bricht ein
Verantwortlich für die negative Stimmung ist primär das Segment „Chemicals and Products“. Shell kündigte an, dass für diesen Bereich im Schlussquartal 2025 ein bereinigter Verlust erwartet wird. Als Hauptursache nannte der Konzern den Einbruch der realisierten Chemiemargen, die von 160 US-Dollar im Vorquartal auf nur noch 140 US-Dollar pro Tonne gefallen sind.
Das Ergebnis wird voraussichtlich „unter der Gewinnschwelle“ liegen. Zusätzlich belastet eine nicht zahlungswirksame steuerliche Anpassung bei einem Joint Venture die Bilanz dieses Teilbereichs.
Handelsgewinne schwinden
Auch die Handelssparte, die in volatilen Marktphasen oft als verlässlicher Gewinnbringer fungierte, hat an Dynamik verloren. Die Ergebnisse aus dem Handel und der Optimierung werden laut Shell „deutlich niedriger“ ausfallen als noch im dritten Quartal 2025. Zurückzuführen ist dies auf eine schwächere Performance im Ölhandel, verstärkt durch die gefallenen Rohölpreise, die auf Jahressicht um rund 18 Prozent nachgegeben haben.
Die Eckdaten des Updates im Überblick:
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- Upstream-Produktion: Erwartet zwischen 1,84 und 1,94 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (boe/d).
- Integrated Gas: Produktionsprognose liegt bei 930.000 bis 970.000 boe/d.
- LNG-Verflüssigung: Prognose auf 7,5 – 7,9 Millionen Tonnen eingegrenzt.
- Raffineriemarge: Leichter Anstieg auf 14 US-Dollar pro Barrel (Q3: 12 US-Dollar).
Sorge um Aktienrückkäufe
Der schwache Ausblick hat am Markt sofort Bedenken hinsichtlich der Kapitalrückführungen geweckt. Da der Cashflow durch die Probleme im Downstream- und Handelsgeschäft beeinträchtigt werden könnte, zweifeln Analysten an der Aufrechterhaltung des aggressiven Rückkauftempos. Konkret steht die Nachhaltigkeit des geplanten 3,5-Milliarden-US-Dollar-Programms auf dem Prüfstand. Experten der RBC merkten an, dass die Bilanz zwar stark bleibe, es aber abzuwarten sei, ob der Vorstand nach einem so schwachen Quartal an den Ausschüttungsplänen festhält.
Die Marktreaktion fällt entsprechend negativ aus. Die Aktie steht weiter unter Druck und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von über 6 Prozent. Der aktuelle Kurs liegt bei 30,18 Euro und nähert sich damit dem 52-Wochen-Tief von 26,77 Euro an.
Am 5. Februar 2026 wird Shell die vollständigen Ergebnisse für das vierte Quartal vorlegen. An diesem Termin wird sich konkretisieren, ob die Dividendenpolitik oder die Prognose für Aktienrückkäufe tatsächlich revidiert werden müssen.
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