Shell, Aktie

Shell Aktie: Brasilien-Deal

13.01.2026 - 19:36:31

Shell beauftragt Vallourec mit Rohren für sein brasilianisches Orca-Projekt und setzt damit seine Upstream-Strategie um. Analysten sehen Aufwärtspotenzial für die Aktie.

Shell hat einen wichtigen Vertrag für sein Orca-Tiefseeprojekt in Brasilien vergeben. Der britisch-niederländische Energiekonzern beauftragte den Spezialisten Vallourec mit der Lieferung von Rohren für zehn Entwicklungsbohrungen im Santos-Becken. Der Bohrbeginn ist für April 2027 geplant. Die Nachricht zeigt: Shell treibt seine Upstream-Strategie in einem der wertvollsten Öl-Reservoire der Welt konsequent voran.

Fokus auf hochwertige Assets

Das Orca-Projekt, früher unter dem Namen Gato do Mato bekannt, liegt in der brasilianischen Vor-Salz-Zone. Diese geologischen Formationen gelten als technisch anspruchsvoll, bieten aber außergewöhnlich hohe Förderraten und Margen. Mit der Auftragsvergabe an Vallourec am 12. und 13. Januar setzt Shell ein klares Signal: Die Investitionsentscheidung ist gefallen, die Umsetzungsphase läuft.

Parallel dazu hatte der Konzern Anfang Januar seinen ersten langfristigen LNG-Liefervertrag in Vietnam abgeschlossen. Ab 2027 liefert Shell jährlich rund 400.000 Tonnen Flüssiggas an Petrovietnam Gas. Die Kombination aus brasilianischem Öl und asiatischem Gas unterstreicht Shells Strategie, sich auf integrierte Wertschöpfungsketten in wachstumsstarken Regionen zu konzentrieren.

Analysten sehen Potenzial

Die Analystenstimmung hat sich aufgehellt. Die aktuelle Konsensmeinung tendiert klar zum Kauf, mit einem durchschnittlichen Kursziel von 81 US-Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von etwa 13 Prozent. Morgan Stanley bekräftigte am 7. Januar seine “Overweight”-Einschätzung und verwies auf die attraktive Bewertung im Verhältnis zum Cashflow-Potenzial.

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Das Ölpreis-Umfeld spielt Shell derzeit in die Karten. Brent-Rohöl notiert bei rund 64,40 US-Dollar (+0,8%), WTI kletterte über die Marke von 60 US-Dollar (+1,2%). Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und Unsicherheiten in Venezuela stützen die Notierungen.

Nächste Hürde bei 73,50 Dollar

Technisch hat die Aktie bei 70,80 bis 71,00 US-Dollar einen stabilen Boden gefunden. Der nächste Widerstand liegt bei 73,50 Dollar. Entscheidend wird sein, ob Shell bei den anstehenden Q4-Zahlen bestätigen kann, dass die neuen Projekte mit der angekündigten Kapitaldisziplin vorangetrieben werden. Die jüngsten Vertragsabschlüsse liefern zumindest operative Argumente für die These, dass der Konzern seine “Value over Volume”-Strategie konsequent umsetzt.

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