ServiceNow, Aktie

ServiceNow Aktie: KI-Ausbau

03.02.2026 - 03:36:32

ServiceNow meldet starke Quartalszahlen, doch die Aktie verlor nach einer moderaten Umsatzprognose für 2026. Ein erweiterter KI-Deal mit Anthropic und ein neues Aktienrückkaufprogramm sollen die Stimmung drehen.

ServiceNow liefert operativ starke Zahlen und setzt bei KI nach – trotzdem hat die Aktie nach dem Quartalsbericht Ende Januar deutlich nachgegeben. Der Grund: Der Ausblick für 2026 traf nicht alle Erwartungen. Kann die ausgeweitete KI-Partnerschaft mit Anthropic zusammen mit einem großen Aktienrückkauf die Stimmung wieder drehen?

  • KI-Partnerschaft: Claude-Modelle von Anthropic sollen tiefer in die ServiceNow AI Platform integriert werden
  • Q4-Umsatz: 3,57 Mrd. US-Dollar (+20,7% zum Vorjahr)
  • KI-spezifischer ACV 2025: 600 Mio. US-Dollar
  • Abo-Umsatzprognose 2026: 19,5% bis 20% Wachstum
  • Aktienrückkauf: zusätzlich 5 Mrd. US-Dollar genehmigt (plus rund 1,4 Mrd. US-Dollar Restvolumen aus früherer Ermächtigung)

Anthropic-Deal: Claude tiefer integriert

Im Mittelpunkt der Ankündigungen von Ende Januar stand die ausgeweitete Zusammenarbeit mit dem KI-Unternehmen Anthropic. ServiceNow will die Claude-Modelle stärker in die eigene AI Platform einbinden. Der Fokus liegt dabei auf besseren Werkzeugen für Entwickler sowie auf spezialisierten KI-Agenten für regulierte Branchen wie Gesundheitswesen und Life Sciences.

Konkrete Effizienz-Ziele nennt das Unternehmen ebenfalls: Die Implementierungszeiten bei Kunden sollen um 50% sinken. Zudem verwies ServiceNow auf interne Erfahrungen: Der Einsatz von Claude habe die Vorbereitungszeit im Vertrieb bei eigenen Mitarbeitern um bis zu 95% reduziert.

Zahlen stark, Ausblick bremst

Finanziell fiel das vierte Quartal robust aus. ServiceNow meldete Ende Januar einen Umsatz von 3,57 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 20,7% gegenüber dem Vorjahr. Im Gesamtjahr 2025 übertraf der Umsatz damit die Marke von 10 Mrd. US-Dollar. Zusätzlich gab das Unternehmen an, 2025 600 Mio. US-Dollar an KI-spezifischem Annual Contract Value (ACV) gewonnen zu haben.

Trotzdem geriet die Aktie unter Druck. Auslöser war vor allem die Prognose für 2026: Beim Abo-Umsatz stellt ServiceNow 19,5% bis 20% Wachstum in Aussicht. Das lag unter den aggressiveren Erwartungen einiger Analysten. Entsprechend kam es zu einer Neubewertung durch Teile des Marktes – auch wenn das Unternehmen mit den Ergebnissen die eigenen Ziele übertraf.

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Rückkaufprogramm: 5 Milliarden extra

Parallel setzt ServiceNow auf Kapitalrückflüsse an Aktionäre. Der Verwaltungsrat genehmigte im Januar ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 5 Mrd. US-Dollar. Damit kommt weiteres Volumen zu den rund 1,4 Mrd. US-Dollar hinzu, die aus einer früheren Genehmigung noch verfügbar waren.

Nach dem Kursrückgang reagierte auch Morningstar: Für die Woche bis Ende Januar stufte das Haus die Aktie auf ein 5-Sterne-Rating hoch und begründete das mit einer möglichen Unterbewertung relativ zur eigenen Fair-Value-Schätzung.

Im weiteren Jahresverlauf zielt ServiceNow laut eigener Zielsetzung auf mehr als 1 Mrd. US-Dollar KI-bezogenen Vertragswert für 2026 – und genau daran dürfte sich messen lassen, ob KI-Ausbau und Rückkäufe die Bewertungsdiskussion im Software-Sektor spürbar entlasten.

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