ServiceNow Aktie: Analysten senken Ziele
23.01.2026 - 10:45:31ServiceNow gerät zunehmend unter Druck. Eine Serie deutlicher Kurszielsenkungen mehrerer Investmentbanken drückt die Aktie auf neue Tiefstände – und das, obwohl das Unternehmen bei Künstlicher Intelligenz zuletzt positive Impulse gemeldet hat. Im Zentrum steht die Frage, ob der Markt die neue Strategie samt teurem Zukauf korrekt einpreist.
Welle von Kurszielsenkungen
In den vergangenen Tagen haben zahlreiche Analysten ihre Erwartungen für die ServiceNow-Aktie nach unten angepasst.
Auffällige Anpassungen im Überblick:
- TD Cowen senkte das Kursziel von 230 auf 200 US-Dollar.
- Morgan Stanley reduzierte von 263 auf 210 US-Dollar.
- BNP Paribas kappte deutlich von 186 auf 120 US-Dollar.
- Baird sieht die Aktie nun bei 190 statt 250 US-Dollar.
- BMO Capital senkte von 230 auf 175 US-Dollar.
- Oppenheimer reduzierte von 200 auf 175 US-Dollar.
Mizuho und Citigroup schlossen sich der Reihe der Skeptiker an und passten ihre Kursziele ebenfalls nach unten an. Zwar verbleiben viele Einstufungen formal im Bereich „Buy“ oder „Outperform“, die breite Front an Abwärtsrevisionen signalisiert jedoch klar: Die Erwartungen werden spürbar zurückgenommen.
Strategie, Zukauf und Nervosität im Markt
Auslöser der neuen Vorsicht ist vor allem eine „tiefgreifende Veränderung in der M&A-Strategie“ von ServiceNow. Konkret sorgt die jüngste Komplettübernahme des Cybersicherheitsanbieters Armis für Stirnrunzeln. Für das Unternehmen legt ServiceNow nahezu 7,8 Milliarden US-Dollar in bar auf den Tisch.
Ein Teil des Marktes bewertet den Schritt als strategisch sinnvollen Ausbau im aktuellen KI-Zyklus. Gleichzeitig löst der hohe Kaufpreis Zweifel an der Bewertung und an der künftigen Kapitalallokation aus. Die Folge: Der Markt tut sich schwer, die Chancen der neuen ServiceNow-Strategie in ein belastbares Kursniveau zu übersetzen.
Hinzu kommen übergeordnete Sorgen im Technologiesektor. Analysten verweisen auf wachsende Verunsicherung rund um die Auswirkungen von KI auf etablierte Softwaremodelle sowie auf zurückhaltendere IT-Budgets vieler Unternehmen. Dieses Umfeld verstärkt die Skepsis gegenüber teuren Akquisitionen.
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Deutlicher Abwärtstrend der Aktie
An der Börse zeigt sich die Reaktion unmissverständlich: Die ServiceNow-Aktie befindet sich in einem klaren Abwärtstrend.
Wichtige Daten zum Kursverlauf:
- Die Aktie markierte jüngst ein neues 52‑Wochen‑Tief.
- Am 20. Januar fiel der Kurs bis auf 126,51 US-Dollar.
- Auf Jahressicht ergibt sich ein deutlicher Rückgang von rund –43,44 %.
- Der kurzfristige Momentumverlauf präsentiert sich schwach, obwohl die Ein-Jahres-Gesamtrendite zuvor noch stark ausgefallen war.
Diese negative Kursentwicklung steht im Kontrast zu aktuellen operativen Meldungen. ServiceNow hat eine mehrjährige Kooperation mit OpenAI bekanntgegeben und sein globales Partnerprogramm ausgebaut, um KI-Innovationen zu beschleunigen. Diese positiven Nachrichten gingen im aktuell dominierenden pessimistischen Sentiment jedoch weitgehend unter.
Quartalszahlen als nächster Test
Der nächste wichtige Belastungstest steht bereits fest. ServiceNow will die Zahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 am 28. Januar 2026 vorlegen. Experten von TD Cowen und Oppenheimer rechnen mit einem soliden Bericht, der einige Bedenken zur Nachhaltigkeit des Wachstums adressieren könnte.
Fallen Umsatz- und Ergebnisentwicklung robust aus und liefern Management und Ausblick Klarheit zur Armis-Übernahme und zur KI-Strategie, dürfte dies eine zentrale Grundlage für die nächste Kursphase der ServiceNow-Aktie schaffen.
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