SanDisk, KI-Boom

SanDisk: KI-Boom treibt Quartalsgewinn um 61 Prozent in die Höhe

31.01.2026 - 03:24:12

Der Flash-Speicherhersteller SanDisk verzeichnet ein Rekordquartal mit einem Umsatzsprung von 61 Prozent. Der KI-getriebene Ausbau von Rechenzentren befeuert die Nachfrage und Preise für NAND-Speicher.

Der Flash-Speicherhersteller SanDisk verzeichnet im zweiten Geschäftsquartal einen Umsatzsprung auf über drei Milliarden Euro. Grund ist die ungebremste Nachfrage nach KI-Infrastruktur.

SanDisk meldet außergewöhnliche Zahlen: Im zweiten Fiskalquartal bis Anfang Januar 2026 schnellte der Umsatz des Speicherspezialisten im Jahresvergleich um 61 Prozent auf 3,025 Milliarden US-Dollar. Das Ergebnis übertrifft die Erwartungen der Analysten bei Weitem. Hinter dem Rekord steht ein branchenweiter Preisanstieg für Speicherchips, angetrieben vom globalen KI-Boom und dem Ausbau von Rechenzentren.

Auch das Mutterunternehmen Western Digital profitiert stark und verzeichnete einen Umsatzanstieg von 25 Prozent auf 3,02 Milliarden Dollar. Die Zahlen markieren eine dramatische Wende im Halbleitermarkt: Gedeckeltes Angebot und explodierende KI-Nachfrage verleihen den Herstellern enorme Preisgestaltungsmacht.

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KI-Revolution befeuert Speicher-„Superzyklus“

Der Treiber hinter dem Rekordquartal ist die historisch hohe globale Nachfrage nach NAND-Flash-Speichern. Diese sind nicht nur in Smartphones, sondern vor allem in den Servern für KI-Anwendungen unverzichtbar. Analysten beobachten einen fundamentalen Wandel: NAND entwickelt sich vom einfachen Speicherbaustein zur zentralen Komponente für KI-Berechnungen.

Dies schlägt sich direkt in den Finanzen nieder. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Gigabyte Speicher stieg bei SanDisk um über 30 Prozent. Marktberichte aus dem Januar 2026 bestätigen den Trend: Die Vertragspreise für NAND sind aufgrund von Produktionskürzungen und anhaltender Nachfrage deutlich gestiegen. Einige Analysen verzeichnen allein im Januar einen Preissprung von bis zu 65 Prozent.

Die Nachfrage kommt vor allem von Cloud-Anbietern und KI-Rechenzentren, die Hochleistungs-SSDs (Enterprise SSDs) in großen Stückzahlen ordern. Western Digitals Cloud-Sparte wuchs im Jahresvergleich um 28 Prozent auf 2,7 Milliarden Dollar – ein klares Indiz für diese Dynamik.

Disziplinierte Produktion trifft auf Sturm der Nachfrage

Die aktuellen Marktbedingungen sind auch das Ergebnis strategischer Entscheidungen der Vergangenheit. Zwischen 2023 und 2025 wurde kaum in neue NAND-Fertigungsstätten investiert. Unternehmen wie SanDisk hielten ihre Investitionen diszipliniert und modernisierten bestehende Anlagen, statt die Kapazitäten massiv zu erweitern.

Auf diese kontrollierte Angebotsseite trifft nun eine Nachfragewelle, deren Ausmaß kaum vorhersehbar war. Der Hauptkatalysator ist der Infrastrukturausbau für generative KI. Diese komplexen Modelle benötigen riesige Datenmengen, die schnell gespeichert und abgerufen werden müssen. Rechenzentren werden 2026 voraussichtlich zum größten Absatzmarkt für NAND-Speicher – eine strukturelle Verschiebung, von der SanDisk mit seinen eSSDs und Flash-Lösungen direkt profitiert.

Bullische Aussichten für den Speichermarkt

Die starken Zahlen beflügeln das Anlegervertrauen. Der Aktienkurs von SanDisk zog nach der Bekanntgabe deutlich an. Das Unternehmen lieferte zudem einen äußerst robusten Ausblick für das kommende Quartal, der die Konsensschätzungen erneut übertraf.

Auch Western Digital blickt optimistisch nach vorn und prognostiziert für das nächste Quartal einen Umsatz von etwa 3,2 Milliarden Dollar – ein Plus von rund 40 Prozent im Jahresvergleich.

Marktbeobachter teilen diese Zuversicht. Sie erwarten, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage anhalten und den Aufwärtstrend bei Speicherpreisen stützen wird. Die Branche bewegt sich zunehmend zu langfristigen Lieferverträgen zwischen Herstellern und Großkunden, die für stabilere Preise sorgen könnten. Während der breitere Halbleitermarkt mit Unsicherheiten kämpft, scheint der Speichersektor, angetrieben von der KI-Revolution, in eine Phase nachhaltigen Wachstums einzutreten.

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