Samsung, Google

Samsung und Google setzen neuen Standard für Smartphone-Updates

09.01.2026 - 09:29:12

EU-Vorgaben und Wettbewerb treiben längere Update-Zyklen voran. Hersteller wie Samsung und Google passen ihre Strategien an, während sich der Markt auf Services verlagert.

Fünf Jahre Software-Support sind für Smartphones ab sofort der neue Mindeststandard. Diese Woche unterstreichen Updates von Samsung und Google sowie ein aktueller Branchenbericht, wie sehr die „Fünf-Jahres-Regel“ den Mobilfunkmarkt umkrempelt. Getrieben wird der Wandel von EU-Vorgaben und hartem Wettbewerb.

Fünf Jahre Support werden zur neuen Normalität

Eine am 9. Januar veröffentlichte Analyse des Portals Gizmochina zeigt: Die Ära der zweijährigen Update-Zyklen ist vorbei – zumindest für alle Geräte oberhalb der Billigklasse. Fünf Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates gelten für Mittelklasse- und Flagship-Smartphones inzwischen als „neue Normalität“. Treiber dieser Entwicklung ist die EU-Ökodesign-Verordnung, die seit Juni 2025 verschärfte Anforderungen an Haltbarkeit und Support für Mobilgeräte vorschreibt.

Doch während fünf Jahre die neue Untergrenze sind, steigt die Obergrenze stetig. Marktführer werben bei ihren Top-Modellen inzwischen mit bis zu sieben Jahren Support. Es entsteht ein zweistufiges System: „Standard“-Geräte bleiben ein halbes Jahrzehnt aktuell, Premium-Modelle versprechen fast ein Jahrzehnt. Ein deutlicher Kontrast zur Situation Anfang der 2020er Jahre, als selbst High-End-Android-Geräte oft nach drei Jahren den Support verloren.

Samsungs Update-Strategie im Januar 2026

Wie dieser langfristige Support in der Praxis aussieht, zeigt Samsungs Sicherheits-Update-Rollout im Januar. Der südkoreanische Konzern veröffentlichte zwischen dem 6. und 7. Januar Details zu seinem neuesten Sicherheits-Patch. Dieser schließt 55 Lücken – 30 stammen von Samsung Mobile, 23 von Google, der Rest von Halbleiterpartnern.

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Die aktualisierte Support-Liste vom 7. Januar offenbart das Lebenszyklus-Management, das für dieses erweiterte Ökosystem nötig ist. Das neu eingeführte Galaxy Z TriFold wird in den monatlichen Update-Plan aufgenommen. Das Galaxy A03 Core hingegen wird daraus entfernt und erreicht sein „End of Life“. Diese Rotation zeigt die operative Realität: Während neue Geräte mit Sieben-Jahres-Versprechen auf den Markt kommen, scheiden ältere Modelle mit kürzeren Zusagen aus.

Berichten von SamMobile zufolge erhielt die aktuelle Flaggschiff-Serie Galaxy S25 den Patch bereits am 6. Januar, integriert in die dritte Beta von One UI 8.5. Diese schnelle Verteilung zeigt, wie Hersteller ihre Entwicklungsprozesse straffen, um die wachsende Zahl unterstützter Geräte zu bewältigen.

System-Updates und die Rolle der Chiphersteller

Nicht nur die Hersteller-Firmware, auch das Android-Ökosystem selbst entwickelt sich weiter, um langfristige Wartung zu erleichtern. Google veröffentlichte am 7. Januar Details zu seinen System Updates, darunter Android WebView v144 und neue Features für Entwickler.

Besonders wichtig: Samsung hat seine Haltung zu Google Play System Updates geklärt, die zuletzt verzögert wurden. Wie SammyFans berichtet, pausierte das Unternehmen diese Hintergrund-Updates, um Konflikte mit großen One UI-Releases zu vermeiden, will sie aber noch im Januar wieder regelmäßig ausspielen. Diese Abstimmung zwischen Android-Kernkomponenten und Hersteller-Oberflächen ist entscheidend, damit der „Fünf-Jahres-Standard“ funktioniert.

Eine zentrale Rolle spielen dabei die Chiphersteller. Neuere Plattformen von Anbietern wie Qualcomm sind laut Gizmochina-Bericht nun für bis zu acht Jahre Android-Updates ausgelegt. Damit entfällt das Hardware-Argument, mit dem Hersteller früher das Ende des Supports begründeten.

Marktausblick: Weniger Gerätetausch, mehr Services

Die Normalisierung des Fünf-Jahres-Support verändert die Wettbewerbslandschaft. Marken wie Xiaomi, Honor und OnePlus haben ihre Richtlinien angepasst, um im europäischen Raum konform und konkurrenzfähig zu bleiben.

Marktexperten erwarten, dass dieser Trend die Austauschzyklen verlängern wird. Verbraucher fühlen sich weniger unter Druck, ein funktionierendes Gerät allein aus Sicherheitsgründen zu ersetzen. In der Folge dürften Hersteller ihre Umsatzmodelle stärker auf Dienstleistungen und Ökosystem-Integration ausrichten – etwa kostenpflichtige KI-Features oder Cloud-Speicher-Abos – um längere Hardware-Nutzungsdauern zu kompensieren.

Der Fokus der Branche verschiebt sich nun von der Dauer zur Qualität der Updates. Da der Zeitrahmen mit fünf bis sieben Jahren weitgehend feststeht, wird die nächste Herausforderung 2026 die Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit der Auslieferung sein. Die Fähigkeit, zeitnahe Sicherheitsupdates für eine wachsende Zahl unterstützter Geräte bereitzustellen, wird zum entscheidenden Vertrauensfaktor für Verbraucher.

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