Salesforce, Aktie

Salesforce Aktie: Unangenehme Entwicklungen

30.01.2026 - 18:54:31

Trotz eines 5,6-Milliarden-Dollar-Deals mit dem US-Militär und wachsendem KI-Geschäft leidet die Salesforce-Aktie unter einem breiten Abverkauf im Software-Sektor.

Salesforce liefert diese Woche eigentlich eine Nachricht, die nach Rückenwind klingt: ein milliardenschwerer Auftrag aus dem US-Verteidigungsbereich. Trotzdem bleibt die Stimmung rund um die Aktie angeschlagen. Warum trennen sich Kurs und Fundamentaldaten gerade so deutlich?

Milliardenauftrag vom US-Heer

Am 26. Januar meldete Salesforce den Zuschlag für einen IDIQ-Vertrag der U.S. Army über 5,6 Milliarden US-Dollar. Solche Rahmenverträge legen ein Volumen fest, das über die Laufzeit abgerufen werden kann – die tatsächliche Umsatzrealisierung hängt dann von konkreten Einzelabrufen ab.

Die Eckdaten:

  • Laufzeit: 10 Jahre
  • Abwicklung: über Computable Insights LLC, eine Salesforce-Tochter mit Fokus auf nationale Sicherheit
  • Ziel: Unter dem Programm „Missionforce National Security“ sollen militärische Abläufe mit einer „trusted data fabric“ und Cloud-Technologien modernisiert werden

Für Salesforce ist das vor allem strategisch wichtig: Der Auftrag stärkt die Position im öffentlichen Sektor und bestätigt die Ausrichtung, die Beziehungen zu US-Behörden auszubauen.

Agentforce: KI-Geschäft gewinnt Tempo

Parallel drückt Salesforce beim Thema KI aufs Gas. Im Fokus steht Agentforce, das Geschäft rund um autonome KI-Agenten. Laut Berichten liegt Agentforce inzwischen bei rund 500 Millionen US-Dollar Annual Recurring Revenue (ARR) – ein Signal, dass aus dem KI-Narrativ zunehmend wiederkehrende Umsätze werden.

Zuletzt hob Salesforce zudem die allgemeine Verfügbarkeit von „Slackbot“ als persönlichem Arbeitsagenten hervor. Außerdem wurde Anfang Januar ein „Agentic Assistant“ beim Weltwirtschaftsforum in Davos eingesetzt. Die Botschaft: „Agentic AI“ soll ein zentraler Wachstumstreiber werden, nicht nur ein Feature am Rand.

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Warum der Markt trotzdem skeptisch bleibt

Dass der Kurs trotz positiver Meldungen schwächelt, passt zum aktuellen Umfeld: Der Quelltext beschreibt einen breiteren Abverkauf im Software-Sektor. Selbst große Namen wie Microsoft und SAP hätten nach ihren Earnings-Updates Gegenwind gespürt. In so einer Phase reagieren Anleger oft stärker auf die Bewertung des gesamten Sektors als auf einzelne Vertragsgewinne.

Ein Datenpunkt unterstreicht den Druck: Die Aktie liegt in den letzten 30 Tagen rund 19% im Minus und notiert bei 214,08 US-Dollar klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

Zum nächsten Berichtstermin dürfte daher weniger der „Deal an sich“ zählen, sondern die Übersetzung in die Zahlen:
Umsatzbild: Wird aus dem Backlog nach und nach sichtbarer Umsatz?
Margen: Verändert eine stärkere Ausrichtung auf KI-lastige Projekte die Profitabilität?
Sektor-Stimmung: Eine Stabilisierung bei großen Software-Peers könnte nötig sein, damit der Abwärtsdruck nachlässt.

Der kurzfristige Kursverlauf wirkt damit weniger wie ein Urteil über diesen einzelnen Auftrag – und mehr wie ein Spiegel eines Sektors, der aktuell um seine Bewertung ringt.

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