RTL, Aktie

RTL Aktie: Raab-Effekt bleibt aus

19.01.2026 - 18:45:31

Die Ankündigung einer neuen Samstagabend-Show mit Stefan Raab stößt bei Investoren auf Skepsis. Die Aktie reagiert kaum, da Sorgen um Stellenabbau und die Streaming-Strategie überwiegen.

Der Medienkonzern RTL setzt erneut auf Stefan Raab, um die Quote im hart umkämpften TV-Markt zu stabilisieren. Doch die Börse reagiert am Montag unterkühlt auf die Ankündigung einer neuen großen Samstagabend-Show. Statt Applaus für das prominente Duo Raab und Schöneberger dominieren Sorgen um die laufende Restrukturierung und die Tragfähigkeit der aktuellen Strategie das Handelsgeschehen.

Show-Offensive trifft auf Realität

Die Nachricht sollte eigentlich für Fantasie sorgen: Im Frühjahr kehrt Stefan Raab mit dem Quiz-Format „Wer weiß wie wann was war?“ auf den Bildschirm zurück, unterstützt von Barbara Schöneberger. Marktbeobachter werten diesen Schritt als notwendigen Schwenk hin zu großen Event-Programmierungen, nachdem Raabs Comeback im Herbst 2024 gemischte Ergebnisse lieferte. Die Einstellung seines wöchentlichen Formats „Du gewinnst hier nicht die Million“ aufgrund enttäuschter Zuschauererwartungen hat Spuren hinterlassen. Dass die Aktie daraufhin nicht anspringt, deutet darauf hin, dass der „Promi-Faktor“ allein für Investoren kein Kaufargument mehr darstellt.

Stellenabbau drückt auf die Stimmung

Während die Programmplanung Schlagzeilen macht, bestimmt der Rotstift die finanzielle Realität. Berichte über den Abbau von rund 230 Stellen im Bereich „RTL News“ verdeutlichen den Ernst der Lage. Dieser Schritt ist Teil einer breiteren Restrukturierung, um Ressourcen vom klassischen linearen Fernsehen in Richtung Streaming und digitale Inhalte (RTL+) zu verschieben. Für Anleger ergibt sich ein komplexes Bild: Die Kostensenkungen sind zwar notwendig für die operative Effizienz, belasten aber kurzfristig das Sentiment und zeigen die strukturellen Herausforderungen im traditionellen Werbemarkt auf.

Analysten bleiben skeptisch

Die Zurückhaltung der Investoren spiegelt sich auch in den Einschätzungen der Analysten wider. Große Häuser sehen derzeit wenig Aufwärtspotenzial:
* JP Morgan stufte das Papier bereits im Dezember auf „Underweight“ herab und verwies auf die schwierigen Marktbedingungen.
* Bernstein Research hält an einer neutralen Bewertung fest und sieht ein ausgeglichenes Chance-Risiko-Verhältnis.

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Charttechnisch notiert die Aktie zum Wochenstart mit rund 35,60 Euro leicht unter dem Schlusskurs der Vorwoche. Solange keine dynamische Bewegung über den Widerstand bei 36,20 Euro erfolgt, bleibt das Papier in einer abwartenden Haltung.

Die fehlende Kursreaktion auf die Programmnews unterstreicht, dass der Markt harte Finanzdaten über Entertainment-Schlagzeilen stellt. Für eine nachhaltige Neubewertung der Aktie müssen die Streaming-Strategie und die Sparmaßnahmen nun sichtbare Erträge in der Bilanz liefern, bevor Investoren wieder zugreifen.

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