Rolls-Royce Aktie: Entwicklungspotenziale erörtert
27.01.2026 - 15:18:32Rolls-Royce hat an der Londoner Börse eine beispiellose Wiederauferstehung hingelegt und gehört mit einem Kursplus von rund 1.200 Prozent über die letzten fünf Jahre zu den spektakulärsten Turnaround-Storys Europas. Doch nach einem starken Jahresauftakt mehren sich die Stimmen, die vor einer Überhitzung warnen. Angesichts ambitionierter Kennzahlen und des jüngsten Rücksetzers vom Allzeithoch stellt sich die Frage: Rechtfertigt das fundamentale Wachstum noch diese Bewertung?
Mehr als nur Rüstung
Oft wird der britische Triebwerksbauer primär mit dem Verteidigungssektor und geopolitischen Spannungen assoziiert. Tatsächlich macht das Rüstungsgeschäft laut Halbjahreszahlen aber nur etwa ein Viertel des bereinigten Umsatzes aus. Die eigentlichen Wachstumstreiber liegen in der Diversifizierung.
Besonders die Sparte Power Systems, die Motoren für Schiffe und U-Boote liefert, hat sich zu einem dynamischen Ertragsbringer entwickelt. Hier profitiert Rolls-Royce massiv vom globalen Ausbau der Rechenzentren. Finanzchefin Helen McCabe bezeichnete das Potenzial dieses Bereichs als „riesig“ und verwies auf einen Anstieg des Auftragseingangs um 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Auch die zivile Luftfahrt erholt sich spürbar, was Analysten der UBS dazu veranlasste, ihre Kursziele Anfang Januar deutlich nach oben zu schrauben.
Expansion trifft auf Warnsignale
Operativ stellt das Management die Weichen konsequent auf Zukunft. Der jüngste Spatenstich für eine neue Wartungsanlage in Istanbul unterstreicht das Ziel, die globalen Service-Kapazitäten bis 2030 signifikant zu erweitern.
Dieser Optimismus hat jedoch seinen Preis. Mit einem erwarteten Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von fast 38 notiert die Aktie weit über dem langfristigen Durchschnitt des FTSE 100, der bei etwa 15 liegt. Dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, zeigte der Kursverlauf der letzten Wochen: Vom 52-Wochen-Hoch bei 16,00 Euro Anfang Januar hat der Titel rund 10 Prozent eingebüßt und notiert aktuell bei 14,44 Euro. Morningstar sieht den fairen Wert sogar noch deutlich tiefer, was das Rückschlagspotenzial bei enttäuschenden Nachrichten verdeutlicht.
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Zukunftsfantasie durch Atomkraft
Neben dem operativen Kerngeschäft und laufenden Aktienrückkäufen sorgt vor allem das Programm für kleine modulare Reaktoren (SMR) für Fantasie bei Langfrist-Investoren. Obwohl dieser Bereich aktuell noch keine nennenswerten Umsätze generiert, könnte die staatlich geförderte Entwicklung der ersten britischen SMR-Reaktoren erhebliche Werte schaffen. Marktbeobachter beziffern den potenziellen Wert des Nukleargeschäfts auf bis zu 10 Milliarden Pfund.
Der entscheidende Realitätscheck für Anleger steht am 26. Februar 2026 an. Dann präsentiert Rolls-Royce die vollständigen Jahreszahlen für 2025. Investoren werden hierbei nicht nur auf Umsatzrekorde achten, sondern vor allem darauf, ob die Margenentwicklung in den Sparten Power Systems und Civil Aerospace stark genug ist, um die sportliche Bewertung fundamental zu untermauern.
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