Rieter Aktie: Todeskampf oder Jahrhundertchance?
29.11.2025 - 09:12:30Rieter-Aktie verzeichnet historischen Kurssturz von 96 Prozent, während CEO Thomas Oetterli eine massive Unterbewertung und 70 Prozent Aufwärtspotenzial behauptet.
96 Prozent Kursverlust in einem Jahr – die Aktie des Schweizer Textilmaschinenbauers Rieter hat einen der dramatischsten Abstürze der jüngeren Börsengeschichte hingelegt. Während Anleger in Scharen fliehen und der Titel bei mickrigen 3,40 Franken dümpelt, wagt CEO Thomas Oetterli jetzt eine provokante These: Die Aktie sei „massiv unterbewertet” und müsste eigentlich bei 5,30 Franken notieren – ein theoretisches Kurspotenzial von 60 bis 70 Prozent. Verzweifelte PR-Aktion eines Managers, der den Kontakt zur Realität verloren hat? Oder tatsächlich die Kaufchance des Jahrzehnts für mutige Contrarians?
Die Kapitulation: Wenn aus 100 Euro nur noch 3 werden
Der Kursverfall bei Rieter gleicht einer Kernschmelze. Selbst eine fast vollständig gezeichnete Kapitalerhöhung im Oktober brachte keine Erleichterung – im Gegenteil, der freie Fall beschleunigte sich danach noch. Das 52-Wochen-Hoch bei über 100 Euro ist zur Erinnerung an bessere Zeiten verkommen.
Die nackten Zahlen des Desasters:
- Jahresperformance: Minus 96 % – praktisch eine Totalauslöschung des Börsenwerts
- Aktueller Schlusskurs: 3,40 Franken, knapp über dem 52-Wochen-Tief von 3,28 Franken
- RSI (14 Tage): 29,4 – ein überverkaufter Wert, der jedoch seit Wochen keine Bodenbildung auslöst
- Volatilität (30 Tage): 34,86 % – Extremschwankungen bei dünner Liquidität
Der Markt preist offensichtlich ein Worst-Case-Szenario ein: anhaltende Schwäche im Textilmaschinenzyklus, missglückte Integration der Barmag-Übernahme oder gar existenzielle Risiken.
CEO schlägt zurück: “Der Markt irrt sich komplett”
Oetterlis Intervention kommt nicht von ungefähr. Der CEO argumentiert, dass die Börse zwei zentrale Faktoren komplett ignoriere: die strategische Bedeutung der Barmag-Akquisition und eine absehbare Normalisierung der Nachfrage in der Textilbranche. Mit Barmag will Rieter zum unangefochtenen Marktführer im Natur- und Chemiefaserbereich werden – ein Segment mit langfristigem Wachstumspotenzial.
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Die jüngst verkündete neue Konzernstruktur soll das Unternehmen agiler machen und Synergien heben. Doch all diese Argumente verpuffen derzeit an der Börse. Die Diskrepanz zwischen Management-Optimismus und Anleger-Panik könnte größer kaum sein.
Fallende Messer oder echte Perle?
Wer jetzt bei Rieter einsteigt, begibt sich auf extrem dünnes Eis. Der technische Abwärtstrend ist intakt, der RSI deutet zwar auf eine Überverkauftheit hin, doch ohne fundamentale Gegenwehr kann der Kurs durchaus weiter gen Null tendieren. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob Oetterlis Optimismus auf solidem Fundament steht oder Wunschdenken ist.
Das Szenario ist binär: Entweder der Markt hat tatsächlich eine fundamentale Fehlbewertung vorgenommen – dann wären die aktuellen Kurse ein Geschenk. Oder die Investoren haben recht, und das operative Umfeld bleibt auf Jahre schwierig. Dann drohen weitere Verluste. Für spekulative Naturen mit Nerven aus Stahl könnte sich hier eine Wette lohnen. Alle anderen sollten einen großen Bogen um dieses Minenfeld machen.
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