Rewe-Schließung, Debatte

Rewe-Schließung entfacht Debatte um Kölner Innenstadt

03.02.2026 - 09:16:12

Die mögliche Schließung eines Kölner Rewe-Marktes aufgrund von Sicherheitsbedenken und Leerstand löst eine grundsätzliche Diskussion über die Zukunft deutscher Innenstädte aus.

Ein Rewe-Supermarkt in Köln droht zu schließen. Der Fall entzündet eine heftige Debatte über Kriminalität, Leerstand und die Zukunft der Innenstadt.

Auslöser sind Berichte, wonach der Betreiber die Wirtschaftlichkeit des Marktes infrage stellt. Als Gründe nennt er Sicherheitsbedenken und ein sich verschlechterndes Umfeld. Dieser Einzelfall wirkt wie ein Brandbeschleuniger für eine längst fällige Diskussion.

Experten und Händler warnen seit Langem vor den Folgen. Nun erhöht der konkrete Drohfall den Druck auf die Politik, endlich zu handeln. Es geht um nicht weniger als die Frage: Versagt Köln beim Schutz seines urbanen Herzens?

Anzeige

Sicherheitsbedenken gefährden nicht nur Kunden, sondern auch Mitarbeitende und die Wirtschaftlichkeit ganzer Filialen. Unser kostenloser Leitfaden zur Gefährdungsbeurteilung bietet fertige Vorlagen, Checklisten und praxiserprobte Sofort-Maßnahmen, mit denen Ladenbetreiber Gefährdungen systematisch erfassen, dokumentieren und rechtssicher reagieren können. Ideal für Filialleiter, Sicherheitsbeauftragte und Kommunen, die Leerstand und Unsicherheit aktiv bekämpfen wollen. Kostenlosen GBU-Leitfaden herunterladen

Sicherheit und Leerstand im Teufelskreis

Die Probleme des Rewe-Marktes sind symptomatisch. Viele deutsche Innenstädte kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen:
* Eine Zunahme von Kriminalität verunsichert Kunden und belastet Mitarbeiter.
* Sinkende Kundenfrequenzen gefährden die Umsätze etablierter Händler.
* Wachsender Leerstand in prominenten Lagen verschärft die Situation zusätzlich.

Leerstehende Ladenlokale schaden der Attraktivität einer Einkaufsmeile. Sie können einen Teufelskreis aus Verwahrlosung und weiterem Geschäftssterben auslösen. Die Stadtverwaltung steht vor der Aufgabe, dieser Abwärtsspirale wirksam zu begegnen.

Masterplan statt Flickwerk

Wirtschaftsverbände und der Einzelhandel fordern nun ein entschlossenes Handeln. Punktuelle Maßnahmen reichten nicht mehr aus, argumentieren sie. Nötig sei ein integrierter Masterplan für die Innenstadt.

Ein solcher Plan müsste über die Verwaltung des Status quo hinausgehen. Er braucht eine klare Vision, die Sicherheit, Sauberkeit und Aufenthaltsqualität in den Fokus rückt. Dazu gehören:
* Investitionen in die öffentliche Infrastruktur
* Die Förderung innovativer Handelskonzepte
* Eine stärkere Kooperation zwischen öffentlicher Hand und privaten Akteuren

Stadtbildschutz als Wirtschaftsförderung

Die Debatte macht eines klar: Ein gepflegtes und sicheres Stadtbild ist kein Luxus, sondern ein harter Standortfaktor. Die Vernachlässigung des öffentlichen Raums hat direkte wirtschaftliche Konsequenzen, wie der Fall Rewe zeigt.

Experten sehen Investitionen in den Stadtbildschutz daher als direkte Form der Wirtschaftsförderung. Die Herausforderung für die Stadtplanung ist komplex: Historische Bausubstanz soll erhalten bleiben, während moderne, funktionale Räume für Handel und Leben entstehen müssen.

Ein Weckruf mit Signalwirkung

Die Kölner Situation ist kein Einzelfall. Der stationäre Einzelhandel kämpft bundesweit an mehreren Fronten: gegen den Online-Handel, sinkende Kundenzahlen und die Verödung der Innenstädte.

Branchenanalysten deuten den Vorgang als dringenden Weckruf. Statt sich nur auf den Handel zu konzentrieren, müssten Kommunen multifunktionale Innenstädte fördern. Eine gesunde Mischung aus Wohnen, Arbeiten, Kultur und Freizeit könnte die entscheidende Wende bringen.

Die kommenden Wochen werden zeigen, wie Köln reagiert. Kurzfristig geht es um mehr Sicherheitspräsenz. Mittelfristig muss die Stadt jedoch in einen intensiven Dialog mit allen Beteiligten treten. Gelingt die Trendwende nicht, droht nicht nur der Verlust von Einzelhandelsstandorten, sondern ein nachhaltiger Imageschaden für die Metropole am Rhein.

Anzeige

PS: Kurzfristige Polizeipräsenz hilft, doch nachhaltige Sicherheit braucht Planung und Dokumentation. Mit geprüften Gefährdungsbeurteilungs-Vorlagen und praxisnahen Checklisten können Einzelhändler und Stadtplaner priorisierte Schutzmaßnahmen einführen, Mitarbeitende schützen und Haftungsrisiken senken. Die Vorlagen sind sofort anwendbar und werden von Sicherheitsfachkräften empfohlen – ideal für alle, die Innenstädte wieder attraktiv machen wollen. Jetzt Gefährdungsbeurteilungsvorlagen gratis sichern

@ boerse-global.de