Resenteeism: Vom stillen Rückzug zum offenen Unmut
30.12.2025 - 16:30:12Die psychische Belastung am Arbeitsplatz erreicht 2025 neue Höchststände. Das Phänomen des “Quiet Quitting” wandelt sich zu aggressivem Resenteeism, während Krankenkassen Rekordzahlen bei stressbedingten Ausfällen melden. Doch es zeichnen sich auch neue Wege aus der Krise ab.
Experten beobachten einen klaren Trend: Der passive Rückzug (“Quiet Quitting”) weicht aktiver Verbitterung. Resenteeism beschreibt Arbeitnehmer, die in ungeliebten Jobs verharren, weil sie keine Alternative sehen oder finanzielle Ängste haben.
Anders als beim stillen Dienst nach Vorschrift trägt sich die Frustration nun nach außen. Sie vergiftet die Teamdynamik und belastet die Betriebskultur massiv. Die wirtschaftliche Stagnation hemmt die Wechselbereitschaft und schafft Belegschaften, die physisch anwesend, aber emotional längst ausgecheckt sind – der ideale Nährboden für Burnout.
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Die teure Anwesenheit: “Presenteeism” kostet Milliarden
Ein weiteres Problem rückt in den Fokus: der Presenteeism. Studien deuten darauf hin, dass die Kosten durch unproduktive Anwesenheit krankheitsbedingte Fehlzeiten inzwischen übersteigen könnten.
Mitarbeiter erscheinen krank im Büro oder Homeoffice, erbringen aber kaum Leistung. Besonders alarmierend ist der Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen. Wer sich krank zur Arbeit schleppt, riskiert eine Chronifizierung seiner Beschwerden. Der finanzielle Schaden für Unternehmen ist immens, der gesundheitliche für die Betroffenen oft noch größer.
Psyche als Hauptgrund für Rekord-Krankenstände
Die Daten der Krankenkassen bestätigen den subjektiven Eindruck. Berichte der DAK und KKH zeigen: Psychische Erkrankungen treiben die Fehlzeiten weiter an. Depressionen, Anpassungsstörungen und Burnout nehmen signifikant zu.
Besonders betroffen ist die jüngere Generation unter 30. Experten sehen die Ursachen in einer Mischung aus:
* Hohem Leistungsdruck
* Zukunftsängsten
* Verdichteten Arbeitsprozessen
Interessant dabei: Nicht immer sind Vorgesetzte der Hauptgrund. Eine Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH ergab, dass zwei Drittel der Erwerbstätigen vor allem unter ihren eigenen perfektionistischen Ansprüchen leiden.
Geldstress als Brandbeschleuniger
Finanzielle Sorgen wirken als massiver Verstärker. Studien, wie von PwC, zeigen: Fast die Hälfte der Arbeitnehmer ist durch Geldprobleme abgelenkt. Diese kognitive Belastung fehlt dann bei der Arbeit.
In unsicheren Zeiten wird der Job zunehmend zur bloßen Überlebenssicherung. Das korreliert direkt mit Resenteeism: Man bleibt aus Zwang, nicht aus Überzeugung. Dieses Ohnmachtsgefühl gilt als einer der stärksten Auslöser für chronischen Stress.
Was 2026 bringen muss
Die Probleme sind strukturell – Obstkörbe reichen nicht mehr. Der Begriff “Emotional Salary”, also Wertschätzung und Autonomie als Teil der Entlohnung, gewinnt massiv an Bedeutung.
Für 2026 erwarten Experten eine Zuspitzung der Debatten um:
* Die Vier-Tage-Woche
* Das Recht auf Nichterreichbarkeit
* Strengere Kontrollen psychischer Gefährdungsbeurteilungen
Technologische Lösungen wie Wearables zur Stressmessung werden stärker in das betriebliche Gesundheitsmanagement einfließen. Für den Einzelnen wird die wichtigste Kompetenz im neuen Jahr die radikale Priorisierung der eigenen Gesundheit sein – und die Fähigkeit, klare Grenzen zu setzen.
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