Qigong, Medizin

Qigong: Die sanfte Medizin gegen Stress

22.01.2026 - 02:16:12

Die traditionelle chinesische Praxis Qigong reduziert nachweislich Stresshormone und stärkt das Nervensystem. Studien bestätigen positive Effekte auf Ängste, Schlaf und Lebensqualität.

Qigong erobert mit wissenschaftlicher Rückendeckung die moderne Stressmedizin. Die jahrhundertealte chinesische Praxis beweist in aktuellen Studien, was Tradition schon lange weiß: Ihre sanften Übungen beruhigen das Nervensystem wirksam. Statt Esoterik gilt sie zunehmend als fundierte Methode für mehr psychische Stabilität und Wohlbefinden.

Wie Qigong das Nervensystem resetten kann

Die Wirkung ist kein Zufall, sondern gezieltes Design. Im Zentrum steht die Regulierung des vegetativen Nervensystems. Chronischer Stress schaltet es dauerhaft in den „Kampf-oder-Flucht“-Modus. Qigong aktiviert den Gegenspieler: den Parasympathikus, unseren „Ruhenerv“.

Anzeige

Passend zum Thema Qigong: Wenn Sie die beruhigende Wirkung von Atem- und Bewegungsübungen schnell spüren wollen, kann ein kompakter Übungsplan helfen. Der kostenlose PDF‑Report „3‑Minuten Wunderübungen“ des Orthopäden Prof. Dr. Wessinghage zeigt 17 einfache Moves, die Sie ohne Geräte in kurzen Pausen durchführen können – ideal gegen Verspannungen, nervöse Unruhe und Rückenbeschwerden. Jetzt kostenlosen 3‑Minuten‑Übungen‑Report sichern

  • Schlüsselreiz Vagusnerv: Die langsamen, fließenden Bewegungen, kombiniert mit tiefer Bauchatmung und Achtsamkeit, stimulieren diesen Hauptnerv. Das bremst Stresshormone und fördert tiefe Entspannung.
  • Herzfrequenzvariabilität (HRV): Studien deuten darauf hin, dass Qigong diese Anpassungsfähigkeit des Herzens verbessern kann – ein klares Zeichen für ein resilienteres Nervensystem.

Was die Wissenschaft sagt

Die gesundheitlichen Effekte sind mittlerweile gut belegt. Eine Auswertung mehrerer Studien kommt zu einem klaren Ergebnis: Qigong reduziert Stress und Ängste bei gesunden Erwachsenen.

Konkrete Messwerte untermauern das:
* Senkung des Stresshormons Noradrenalin um bis zu 23%
* Reduktion des Cortisol-Spiegels um bis zu 20% nach regelmäßigem Training
* Positive Effekte auf depressive Symptome, Schlafqualität und allgemeine Lebenszufriedenheit

Diese Daten ebnen den Weg für Qigong als anerkannte, komplementäre Therapie.

Drei Übungen für den sofortigen Einstieg

Der Zugang ist bewusst niedrigschwellig. Es braucht keine Fitness, nur etwas Konzentration. Diese drei Basisübungen harmonisieren Körper und Geist.

  1. Die Wurzeln stärken (Erdung): Stehen Sie hüftbreit, Knie leicht gebeugt. Stellen Sie sich vor, wie Wurzeln von Ihren Füßen tief in die Erde wachsen. Diese Visualisierung stoppt innere Unruhe und gibt Stabilität.
  2. Das Qi wecken: Heben Sie im Stand die Arme gestreckt vor dem Körper bis auf Schulterhöhe und senken Sie sie langsam wieder ab. Synchronisieren Sie die Bewegung mit einer ruhigen, tiefen Atmung. Das aktiviert den Energiefluss.
  3. Die Atemübung: Legen Sie im Sitzen oder Stehen die Hände auf den Unterbauch. Lenken Sie Ihre ganze Aufmerksamkeit auf die Bewegung der Atmung. Die tiefe Bauchatmung aktiviert das Zwerchfell und beruhigt das Nervensystem sofort.

Eine Antwort auf die moderne Erschöpfung

Die wachsende Beliebtheit von Qigong ist eine direkte Reaktion auf unsere Zeit. Bei zunehmenden Burnout- und Angststörungen bietet die Praxis einen wirksamen Gegenpol. Sie stärkt die Selbstwahrnehmung und gibt Menschen ein Werkzeug zur aktiven Selbstregulation an die Hand.

Kein Wunder also, dass Qigong heute schon in westliche Therapien einfließt – sei es bei chronischen Schmerzen, Fatigue oder in der Long-COVID-Rehabilitation. Es ist mehr als Entspannung: ein ganzheitliches System zur Pflege von Körper und Geist.

@ boerse-global.de