Promptathon: Berliner Forscher trainieren KI-Kompetenz
16.01.2026 - 00:42:12Die Freie Universität Berlin hat Forschende in einem innovativen Workshop auf den effektiven Einsatz generativer KI in der Wissenschaft vorbereitet. Der sogenannte Promptathon brachte Akademiker verschiedener Disziplinen zusammen, um die praktische Anwendung von KI zu erproben. Im Fokus stand die Kunst des „Promptings“ – der präzisen Befehlserteilung an KI-Systeme, um Forschungsprozesse zu beschleunigen.
Diese Initiative spiegelt einen bundesweiten Trend wider: Deutsche Hochschulen rüsten ihre Mitglieder massiv für das KI-Zeitalter aus. Angesichts immer leistungsfähigerer und zugänglicherer KI-Tools erkennen Universitäten den dringenden Bedarf an praxisnaher Schulung. Formate wie der Promptathon, eine Mischung aus Workshop und Hackathon, schaffen dynamische Lernumgebungen. Sie reagieren auf Umfragen, wonach ein Großteil der Studierenden KI bereits nutzt – oft jedoch ohne institutionelle Anleitung.
Der Kern der Veranstaltung lag darin, Forschende von gelegentlichen Nutzern zu versierten Prompt-Spezialisten zu machen. In interdisziplinären Teams bearbeiteten sie akademische Herausforderungen: Sie erstellten Literaturreviews, schärften Forschungsfragen und entwarfen Argumente für Fachartikel. Durch den Austausch in der Gruppe lernten die Teilnehmer, wie sie präzisere und relevantere Ergebnisse aus Large Language Models (LLMs) herausholen können.
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Diese kollaborative Methode demystifiziert die KI und schafft eine unterstützende Lernkultur. Die zentrale Erkenntnis: Die Qualität der KI-Antwort hängt direkt von der Qualität der Eingabeaufforderung ab. „Es geht darum, Vertrauen und Können aufzubauen“, so die Idee hinter dem Format. KI soll als intelligenter Assistent dienen, der Innovationen beschleunigt, ohne die menschliche Urteilskraft zu ersetzen.
Ethik und Integrität: Die dunkle Seite der KI in der Wissenschaft
Ein wesentlicher Programmpunkt widmete sich den ethischen Fallstricken. Wie geht man mit Urheberschaft und Plagiatsrisiken um? Wie vermeidet man KI-„Halluzinationen“ – also frei erfundene Informationen? Die wissenschaftliche Gemeinschaft debattiert intensiv über die Auswirkungen von KI auf Publikationsstandards und die Integrität der Peer-Review.
Die Universitätsleitung betonte die Notwendigkeit klarer Richtlinien für den verantwortungsvollen KI-Einsatz. Die Forschenden wurden geschult, wie sie die Nutzung von KI-Tools in ihrer Arbeit transparent offenlegen. Diese Bestrebungen stehen im Einklang mit den Richtlinien großer Wissenschaftsverlage, die ihre Autorenschafts-Regeln an die neue Realität der Mensch-KI-Kollaboration anpassen müssen.
Praxistransfer: KI-gestützte Workflows für die Forschung
Der Workshop präsentierte konkrete Anwendungen für den Forschungsalltag. Eine beliebte Session zeigte KI-gestützte Literaturrecherche: Wie LLMs große Informationsmengen synthetisieren, Kernaussagen identifizieren und Wissenslücken aufdecken können. Ein anderer Workflow nutzte KI als „Denkpartner“ zum Brainstorming von Hypothesen, zum Gliedern von Artikeln oder zum Generieren von Analyse-Code.
Das Ziel ist die Entlastung von zeitaufwändigen Routinetätigkeiten, um Kapazitäten für kreatives und kritisches Denken freizusetzen. Befürworter sehen hier auch eine Chance für die Demokratisierung der Wissenschaft: KI kann etwa nicht-muttersprachlichen Forschern helfen, flüssigere Manuskripte auf Englisch zu verfassen.
Die Zukunft der KI an deutschen Hochschulen
Der Berliner Promptathon zeigt den proaktiven Kurs deutscher Universitäten in der KI-Revolution. Ähnlich wie die Universität Stuttgart mit neuen didaktischen Ansätzen setzt man auf interdisziplinäre und niedrigschwellige KI-Bildung für alle. Eine internationale Studie bescheinigt deutschen Studierenden bereits jetzt eine überdurchschnittliche KI-Kompetenz im Vergleich zu Kollegen in Großbritannien und den USA.
Die Freie Universität Berlin plant, ihre KI-Trainings und Ressourcen weiter auszubauen. Dies ist Teil ihrer umfassenden Digitalisierungsstrategie. Künftige Veranstaltungen werden fortgeschrittene Themen behandeln, etwa spezialisierte KI-Modelle für die Datenanalyse oder KI als Katalysator für fachübergreifende Zusammenarbeit. Der Workshop markiert einen wichtigen Schritt, um die Berliner Forschungslandschaft an der Spitze des technologischen Fortschritts zu halten – verantwortungsbewusst und effektiv.
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