Pfizer Aktie: Krebsforschung und Preiserhöhungen
06.01.2026 - 20:54:31Pfizer rückt am Dienstag mit einer strategischen Partnerschaft in der Krebsforschung in den Fokus – und zugleich mit Preiserhöhungen für rund 80 Medikamente. Während der Pharmakonzern seine Pipeline ausbaut, zeigen institutionelle Investoren unterschiedliche Reaktionen auf die aktuelle Bewertung.
Kooperation mit Millionenpotenzial
Pfizer gab am 6. Januar 2026 eine mehrjährige Zusammenarbeit mit Cartography Biosciences bekannt. Ziel ist die Entwicklung tumorselektiver Antigene für neuartige Krebs-Immuntherapien. Cartography erhält zunächst etwa 65 Millionen Dollar an Vorabzahlungen. Sollten alle Entwicklungs- und Vermarktungsoptionen gezogen werden, könnte das Gesamtvolumen auf über 865 Millionen Dollar steigen.
Das Management setzt damit auf Onkologie als kritisches Wachstumsfeld, nachdem die Covid-19-Umsätze normalisiert sind. Die ATLAS- und SUMMIT-Plattformen von Cartography sollen helfen, die Wirkstoffpipeline zu stärken und den Patentablauf älterer Blockbuster wie Eliquis und Ibrance zu kompensieren.
Preisoffensive bei Impfstoffen und Arzneimitteln
Parallel dazu justiert Pfizer die Preise. Für das Geschäftsjahr 2026 erhöhte das Unternehmen die Listenpreise für rund 80 verschreibungspflichtige Medikamente. Besonders auffällig: Der Covid-19-Impfstoff Comirnaty verteuert sich um 15 Prozent. Pfizer begründet die Anpassungen mit steigenden Forschungs- und Entwicklungskosten sowie höheren Betriebsausgaben.
Analysten werten die Preissetzungsmacht als Werkzeug, um Margen zu stabilisieren. Allerdings bleibt offen, wie stark sich die Erhöhungen auf die Nachfrage auswirken – insbesondere vor dem Hintergrund politischer Verschiebungen. Die US-Gesundheitsbehörde CDC strich am selben Tag unter der neuen Regierung mehrere Impfempfehlungen für Kinder, darunter Rotavirus und Influenza. Das schürt Unsicherheit im gesamten Impfstoffsektor.
Institutionelle Anleger: Flucht und Vertrauen
Die Reaktionen großer Investoren fallen gegensätzlich aus. Gateway Investment Advisers LLC reduzierte seine Position im dritten Quartal massiv: 1,06 Millionen Aktien wurden verkauft, ein Rückgang um 94,8 Prozent. Der verbleibende Wert liegt bei etwa 1,5 Millionen Dollar.
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Umgekehrt stockte Torray Investment Partners LLC auf: Das Unternehmen kaufte 102.000 Aktien hinzu, was einem Plus von 15,7 Prozent entspricht. Die hohe Dividendenrendite von rund 6,8 Prozent – vierteljährlich 0,43 Dollar je Aktie (Ex-Datum: 23. Januar 2026) – bleibt ein zentrales Argument für einkommensorientierte Anleger. Allerdings liegt die Ausschüttungsquote nahe 100 Prozent, was bei stagnierendem Gewinnwachstum Fragen aufwirft.
Blick auf die Zahlen
Am 3. Februar 2026 legt Pfizer die Ergebnisse für das vierte Quartal 2025 vor. Analysten erwarten einen Gewinn je Aktie von etwa 0,56 Dollar – ein Rückgang von 11,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet das Unternehmen mit Erlösen zwischen 59,5 und 62,5 Milliarden Dollar sowie einem bereinigten Gewinn je Aktie von 2,80 bis 3,00 Dollar.
Die Frage ist, ob die Onkologie-Strategie und die Preisanpassungen ausreichen, um den Umsatzrückgang bei Covid-Produkten zu kompensieren. Die unterschiedlichen Bewegungen institutioneller Investoren spiegeln die Unsicherheit wider: Ist Pfizer ein unterbewertetes Comeback-Investment – oder eine Wert-Falle mit schwindendem Wachstum?
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